Auf ein Bier mit: Cath Boo

Die Modedesignerin, Label-Inhaberin, DJane und Treibsand-Mitorganisatorin steht remarx Rede und Antwort.

cath booWie lange bist du schon in Chemnitz?

Ich bin jetzt seit ungefähr neun Jahren Wahlchemnitzerin.

Warum bist du hier?

Ursprünglich zu Ausbildungszwecken, aber dann weil’s mir hier gefallen hat. Ich denke, dass Chemnitz noch ein großes Potential hat – im Gegensatz zu anderen Großstädten. Es hat sich so entwickelt, dass ich hier sozusagen gestrandet und festgehalten bin, dass ich zusammen mit Peggy Albrecht das Label Spangeltangel ins Leben rufen durfte und damit meine erste Aufgabe hier entstand und das auch genau in dem Betätigungsfeld, das ich studiert habe. Textildesign ist eigentlich etwas, das bei großen Firmen hinter verschlossenen Türen in einem Designbüro abläuft. In einer kleineren Version, so wie’s bei uns stattfindet, liegt das halt von der Idee bis zur praktischen Entwicklung alles in meiner Hand. Außerdem konnte ich einerseits hier schon viel arbeiten, andererseits habe ich schon Wohnung und Atelier.

Was ist deine Mission?

Ich möchte gerne Menschen mit auf meine musikalische Reise nehmen und mich natürlich selbst verwirklichen. Ich hab das Gefühl, dass ich das am ehesten hier kann. Die musikalische Subkultur hier entwickelt sich gerade und da würde ich gern ein bisschen mitschreiben. Also nicht um berühmt zu werden, aber um Teil dieser Entwicklung zu sein, das zu beobachten und zu sehen, was daraus wird. Was man anfangs mal für eine Vorstellung hatte und wo sich das hinbewegt hat. Das kann ich mir schwer in größeren Städten vorstellen, wo schon so viel los ist, wo man sich immer in Vergleich setzen muss. Hier gibt’s nie einen Vergleich für eine Sache, die man anfängt. In Berlin müsste man sich mit den Ellenbogen durchschlagen, zum Beispiel in der Clubszene dort.

Welche sind deine fünf Lieblingssongs?

Jetzt wird’s kompliziert. Also was mich grad am meisten festhält ist Marco Resmann feat. Soucie Six „This Song“. Ach, ich kann mir so schlecht Namen merken, ich weiß immer nur die Vocal-Samples… Ein Klassiker für mich ist auch der Kollektiv Turmstraße Remix von Federleichts „On The Streets“. Das ist ein All-Time-Favorite auch in verschiedenen anderen Remixen. Dann… ähm… Efdemin! Eigentlich fast jede Produktion, aber vorrangig das „Ratafia“. Dann sind wir bei drei. Das vierte.. also das ist sehr technoid, aber von Maetrik „So Real“. Das erinnert mich an viele Festivals. Und die fünf… hm… ah ja: „Glaub Mir Doch“ von Raumakustik im David Jach & Sonntagskind Remix.

Was ist dein Lieblingsort?

Am allerliebsten bin ich auf dem Brühl auf der Bank vor unserem Laden, weil der Brühl sowieso mein Lieblingsort hier ist.

Zum Weiter-Klicken:

Cath Boo bei Soundcloud

Mondtaler

Spangeltangel

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