Der re:marx-Leserpoll 2017. Die Ergebnisse. 

Ihr habt gevotet, wir haben ausgewertet.

Club des Jahres:
Kaum eröffnet, schon hängt er alle anderen ab: Der Technopark konnte beachtliche 82% der Stimmen auf sich vereinen — der beste Umfragewert für einen Chemnitzer Club seit Martin Schulz. Der Vorjahressieger N’Dorphin landete trotz Schließung im Sommer mit 10% auf Platz zwei. Sax und Pentagon3 teilen sich den dritten Platz.

Bar des Jahres: Hier konnte vor allem das oberschichtige Oberdeck (37%) überteuerte Longdrinks abräumen. Andere Bars landeten auf anderen Plätzen.

Regionaler DJ des Jahres:  Der aufstrebende Newcomer „Der Musikling“ (35%) ist euer Plattenteller-Darling des Jahres.  Auf Platz 2 performt die Freiberger Flower-Power-Legende Falko Rock (FR%), auf den dritten Platz habt ihr überraschenderweise DJ Uwe Bier (20%) gewählt.

Festival des Jahres:
Ein herber Rückschlag für das Kosmonaut Festival: Aus Solidarität mit re:marx haben viele von euch den Rabensteiner Ringelpietz hart abgestraft. Sieger wurde stattdessen mit über 50% das MS Beat 2014, das vielen Szene-Kennern als Vorbild fürs Kosmonaut gilt. Auch die Makers Faire freut sich zunehmender Beliebtheit und konnte 20% der Stimmen für sich gewinnen. Die restlichen Stimmen sind wild über die Chemnitzer Festivalszene verteilt: Von „Brühlfest“ über „buntes Brühlfest, bis hin zu „Baumwollbaum“ und „Kiezmarkt Brühl“ ist alles dabei.

Leerstes Konzert des Jahres: 
5 Prozent stimmten für das „Friends of Gas“-Konzert im Rahmen der Reihe „Die unteren Zehntausend“. 95 Prozent gaben an, gar nicht auf Konzerte zu gehen.

CFC-Niederlage des Jahres:
Offensichtlich ist das die Lieblingskategorie der Chemnitzer. Nirgendwo waren die Antworten vielfältiger. Sie reichten vom 2:3 gegen Zwickau, dem 2:4 gegen Aalen, der 0:3 Heimniederlage gegen Würzburg bis zum 1:3 gegen Hansa. Am beliebtesten war jedoch – wenig überraschend – das 0:5 Pokalaus gegen die Bayern.

Lulatschfarbe des Jahres:
Der Frust über den CFC schlägt sich in dieser Kategorie deutlich nieder. Fast 91% voteten hier für die Farbe „Veilchen“ – also das „Signalviolett“. 3% mögen Verkehrsgelb am liebsten, weitere 2% stehen auf Pfeffigrün und Himmelblau. Erdbeerrot und Melonengelb konnten jeweils nur 1% der Stimmen gewinnen. Gar nicht erwähnt wurde die Farbe „Aquamarin“ – vermutlich, weil sie aufgrund ihrer eingeschränkten Sichtbarkeit noch nicht im Lulatsch-Bewusstsein der Chemnitzer verankert ist.

Freundesbereich des Jahres:  
Hier kann das Kosmonaut doch noch abräumen. Mehr als 1000 Leute stimmten für den dortigen Freundesbereich. Weitere 50 fühlten sich im Wolkenkuckucksheim-Backstage wohl, lediglich fünf im re:marx-Freundesspace.

Leipziganschluss des Jahres: 
Die Ergebnisse in dieser Kategorie fielen erstaunlich deutlich aus: 55% wählten den 17:31-Anschluss am 23.02 zum besten Leipziganschluss des Jahres, 30% stimmten für den 12:31-Zug am 15.11 und 15% für den 14:31-Anschluss am 04.08., alle von Gleis 5.

Wort des Jahres:  Neben obligatorisch angesagten Jugendwörtern wie „i“ , „o“, „u“ oder „e“, stach ein Wort dieses Jahr besonders heraus: “ B A U A B S C H N I T T“

Bauabschnitt des Jahres:  Ein ganz knapper Sieg für Bauabschnitt 1 – euer Bauabschnitt des Jahres. Der zweite und der dritte Bauabschnitt landeten auf Platz 2 und 3.

Ringbusrichtung des Jahres: Klarer Sieg an dieser Stelle für die Richtung „Technopark“ – sie konnte sich mit einer überwältigenden Mehrheit von 100 % gegen andere Ringbusrichtungen durchsetzen.

Zenti-Bahnsteig des Jahres:  Der Umbau hat offensichtlich viele verwirrt: Diese Spalte blieb oft unausgefüllt oder mit kryptischem Gekritzel versehen. Die restlichen Antworten reichten von „Keine Ahnung, mein Bus fährt jeden Tag woanders ab“ über „So krass, als die 51 plötzlich an der Brückenstraße abgebogen ist“  und „Keine Ahnung, fahre nur noch Ringbus“ bis zu „Bahnsteig 11/12,  wegen WLAN“

Monat des Jahres: Wer hätte das gedacht: Euer Monat des Jahres ist der Montag (52%). Andere Stimmen bevorzugten auch den Freitag (18%) , den Mittwoch (15%)  und den Juni.  (6%)

re:marx-Beitrag des Jahres:
So habt ihr gewählt:
neues Titelbild: 282 Likes
Zugspiel: 141 Likes
Chemnitz-Kampagne: 125 Likes
Chemnitz-Krankheit: 125 Likes
Nischel: 123 Likes
Ringbus: 122 Likes

Unsere  persönlichen Favoriten: Instagram, Verschwörungstheorien und der Schlagzeilen-Generator 

Beste unveröffentlichte re:marx-Idee des Jahres:
„Aus die Maus – Exit Parkeisenbahn“. Ein Maussteiger berichtet.
Vor zehn Jahren kam Klaus, ein maustralischer Wanderarbeiter, nach Chemnitz, um hier seinen großen Traum zu erfüllen. Den Traum vom Eisenbahn fahren. Angelokt vom  großen Dampflokversprechen heuerte er als Maskottchen bei der Parkeisenbahn an. Doch glücklich wurde er nie: Aus der Lok dampfte nicht das goldene Glück, sondern  pure Enttäuschung. Die Monotonie der Strecke, das ewige Fahren im Teufelskreis, das ständige Ausgeliefertsein als Maskottchen, die begierig bettelnden Kinderaugen zermürbten Parkbahnmaus Klaus‘ Leben. Und so fasste er einen gravierenden Entschluss…  –  Ein Maussteiger berichtet, Dokumentation, Chemnitz 2017

Blog des Jahres: Hier votete vor allem die ältere Chemnitz Leserschaft für den „Blick“, ebenfalls abräumen konnten die längst wieder entschlafenen Anti-Re:marxler von  Re:Spect – Kultur, Mut, Szene mit ihren peinlich kitschigen Chemnitz-Texten.

Gentrifizierungs-Projekt des Jahres:  An keiner Kategorie scheiden sich die Geister mehr: Viele schrieben mit vor Wut zitternder Feder „Kulturhauptstadtbewerbung“ in den Poll, andere faselten was von der „Zentifizierung“, womit vermutlich der Zenti-Umbau gemeint ist. Die „Brühl-Belebung“ rangiert ebenfalls auf den vorderen Plätzen. Auch das CWE-Projekt „Krach“, die „Kaßberg-Sanierung“, die innerstädtische „Kneipenmeile“ und das „Chemnitzer Modell“ erhielten viele Stimmen.

Bösewicht des Jahres:  Hier teilen sich der Reifenstecher und der Nachtbusfahrer das Siegertreppchen, zweiter wurde der Bad Kopp.

Gutmensch des Jahres: Auch hier teilen sich der Nachtbusfahrer und der Reifenstecher das Siegertreppchen, zweiter wurde der God Kopp, dritter der Lulatsch.

Ereignis des Jahres: 
Was war nicht alles wieder los im Jahr 2017 – dem beschissensten Jahr seit 2016.  Dementsprechend turbulent habt ihr auch die „Ereignis“-Spalte ausgefüllt:. Eure Highlights: Kulturhauptstadtbewerbung, Bombendrohung gegen das Finanzamt, Roland Kaiser auf dem Hartmannplatz, Lulatsch-Beleuchtung, Ringbus-Jungfernfahrt, Anlieferung Weihnachtsbaum und 51 biegt an der Brückenstraße ab.

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