Mythos Schlossteich: Unterwegs im Venedig des Ostens.

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Gemeinhin gilt Chemnitz ja als hässlich. Einzig echte Chemnitz-Conaisseure – wie etwa die Redakteure vom Qualitätsmedium Buzzfeed – wissen, wo die ewige graue Stadt heimlich so richtig hübsch ist: In der Senke zwischen Schloss- und Kaßberg, ganz in der Nähe … Weiterlesen

Gebraut to beer a Chemnitzer! Abgefüllt: Die Nacht der langen Schnäpse.

Fast jeder, der schon mal in Italien war, erzählt von typisch italienischen Nächten, in denen man nachts draußen sitzt, statt in Clubs oder Kneipen zu gehen. Auf Treppen, in Parks und an Brunnen in historischen Stadtzentren. Doch das bedeutet eben auch: Mehr Müll, mehr Lärm und mehr Wildpinkler – was im inkontinenten sozialen Gefüge einer Stadt wie Chemnitz manche mehr und manche weniger stört.
Diese Italiener sind uns jedenfalls sehr sympathisch. Und immer, wenn wir nachts draußen sitzen, auf Treppen, in Parks und an Brunnen und was trinken oder auch nicht, weil in Kneipen oder Clubs nichts los ist oder gerade deswegen, denken wir: Ist ja fast wie in Italien. Oder in Spanien.
Nur eben hier.
Warum ist Draußensitzen nicht gleich Draußensitzen? Hat der Italienneid ein Zimmer im champagnerfarbenen Neubaublock des kollektiven Unterbewusstseins der Karl-Marx-Städter? Was ist der Unterschied zwischen Großstadtflair und Ruhestörung? Wir wissen nicht, ob das die Fragen sind, die Rico Ranunkel beschäftigen. Der hat einen Abend, bevor das Alkoholverbot in der Innenstadt in Kraft getreten ist, zur Nacht der langen Schnäpse eingeladen. Zeit für ein sommerlich-schnapsgetränktes Abgefakt Abgefüllt über den ersten Chemnitzer Flasch-Mob.

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Ein Ort friedlicher Ko-Existenz, die Quelle italienischen Lebensgefühls: Der Brunnen im post-historischem Stadtzentrum.


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re:marx Clubcheck Part VII: Flowerpower

Wenn man so will, oder vielmehr, wenn es der eigene Alkoholpegel so will, dann ist das Terminal 3 der Dreh- und Angelpunkt der Chemnitzer Clubkultur, die Partymeile, die der Brühl nie sein wird, die Reeperbahn Chemnitz‘. Na ja, fast zumindest.
Zwielichtige Etablissements muss man zwar woanders suchen und statt anrüchigem Rotlicht strahlte hier lange Zeit nur das liebliche Licht der Sterne, aber Clubs, die Starlight, Stairways, oder Diamond heißen, klingen ja immerhin auch ein bisschen wie Tabledancebars. Stattdessen bietet das Terminal 3 andere hippe Hotspots wie den City Pub, Karls Brauhaus, das Tillmanns, das Mercure (in das man nach einer durchzechten Nacht im City Pub durchaus auch mal dekadent frühstücken gehen kann) sowie die Stadthalle, den wohl populärsten aller Chemnitzer Musikclubs, wo sich Größen wie Florian Silbereisen, die Amigos oder Andrea Berg tagtäglich im Takt beklatschen lassen.
Und dann wäre da noch das Flowerpower, das sich den revolutionären Spirit der Sechzigerjahre auf die regenbogenfarbenen Fahnen schreibt. Ein Konzept, das aufgeht. So expandierte – oder franchiste – sich der Club, der eigentlich eine Musikkneipe ist, von Leipzig aus nach Dresden, Halle, Jena, Magdeburg, ja sogar in totgeglaubte Gegenden wie Ilmenau, Dessau oder Wittenberg. Und nach Chemnitz – wo es sich ungeahnter Popularität erfreut, weshalb sich fast schon eine Korrelation von Altersdurchschnitt der Stadt und Besucherzahl des Flowerpowers vermuten lässt.
Die Nr 1. in Sachen Rock und Oldies“ oder „Love, Peace and Rock`n`Roll“ jedenfalls sind Slogans, die uns Angst machen. Zu Beginn unserer abenteuerlichen Steinzeitreise war deshalb auch noch nicht so ganz klar, worauf der dafür geopferte Samstagabend hinaus läuft: re:marx in Gefahr oder abgefakt? Am Ende aber ist es dann doch nur ein nüchterner Clubcheck geworden (Finde den inhaltlichen Fehler im Satz und gewinne ein von Bon Jovi handsigniertes iPad):

www.flowerpower-chemnitz.de

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Wrestling in Chemnitz: Eine Bestandsaufnahme.

Helden unserer Kindheit: Was wären wir nur ohne sie! Ob Mega Man, Darkwing Duck oder Pikachu – jeder nannte mindestens einen dieser Art sein eigen und bewunderte sie aufgrund ihrer Unerschrockenheit, ihres Heldentums oder ihrer Stärke. Für die gänzlich Unerschrockenen unter uns zählten jedoch die männlichsten Männer des kompletten Universums zu den absoluten Vorbildern: Die Wrestler! (Für die Älteren auch gerne als Catcher bezeichnet.) Je nach Generationszugehörigkeit zählten Testosteronübermenschen wie Hulk Hogan, Tatanka, The Rock oder John Cena zu den nicht-zu-hinterfragenden Idolen. Wer ein böses Wort über sie verlor, bekam ohne Vorwarnung eine niederschmetternde Clothesline um den Hals gepfeffert.
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re:marx Clubcheck Part VI: DIAMOND.

Das Leben steckt voller Rätsel. Wieso kommt sich zum Beispiel jemand, der 200 Kilo wiegt und ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Herrenrasse“ trägt, nicht albern vor? Oder wie kommt ein DJ auf die behinderte Idee, sich Jay Frog zu nennen? Das Herrenmensch-Paradoxon ist nicht so einfach zu erklären. Vielleicht spielt fehlende Mutterliebe eine Rolle. Auch eine triste Jugend oder ein Opa mit den falschen Gute-Nacht-Geschichten könnten genauso Gründe sein wie ein Alkoholiker-Papa, ein Badeunfall in der Ägäis oder ein Fummel-Onkel im Fußballverein.
Für DJ Jay Frog gibt es hingegen eine ganz einfache Erklärung. Der Mann heißt im wirklichen Leben, wer hätte es gedacht, Jürgen Frosch. Die Karriere des Jürgen Frosch begann mit dem Spiel von Flöte und Xylophon in der Jugendzeit. Später faszinierten ihn die Sounds aus dem Amiga-Computer so sehr, dass er sich elektronischer Musik zuwendete, schreibt er auf seiner Homepage. Ab 2002 bediente er die Synthesizer bei Scooter.
Seit 2006 ist Jürgen Frosch alias Jay Frog zwar nicht mehr bei der Kapelle um Megafon-Gott H.P. Baxxter – auf seiner Homepage wird das allerdings nicht erwähnt. Dort steht immer noch: „Vier Singles und ein Studio-Album später ist das Leben eines Popstars zu seinem Alltag geworden und für seine zweite Leidenschaft nach dem Produzieren, dem Auflegen, findet der mittlerweile zweimalige Echo-Preisträger nur noch selten Zeit.“

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Vergangenen Samstagabend hat sich der gefeierte Popstar trotzdem irgendwie Zeit frei geschaufelt, um im Diamond, der neuen Diskothek im Terminal 3 in Chemnitz, aufzulegen.
Nachdem wir bereits das Stairways in den Ruin clubcheckten, scheint sein seltener Auftritt im Rahmen der feierlichen Clubimmatrikulation also der perfekte Anlass für eine Wiedergutmachung in Form eines unserer stadtweit gefürchteten Clubchecks zu sein…

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re:marx leaks – Die besten re:marx Artikel, die nie veröffentlicht wurden.

Dass Privatsphäre an sich ziemlich überbewertet und spießig ist, dürfte dem aufgeklärten Internet-USer nicht erst seit Edward Snowden bekannt sein. In Zeiten flächengreifender digitaler FKK-Bereiche wirkt das Bedürfnis nach Datenschutz wie eine archaische Wertvorstellung aus der Biedermeier-Epoche. Webcam abkleben ist soo 2010 – der neue Trend heißt totale Transparenz! Wir jedenfalls haben unsere Passwörter und Bankverbindungen längst in der iCloud gespeichert und der NSA sicherheitshalber schon mal im Voraus unsere Telefon-Nummern zukommen lassen. Enthüllungen sind schließlich hip – und weil wir bekanntermaßen absolute Trendhuren sind, enthüllen wir uns nun endlich selbst…

… Wer nun an atemberaubende Nacktfotos oder gar ein professionelles Impressum denkt, wird wohl bitter enttäuscht sein. Uns geht es um die einmalige Offenbarung aller jemals für re:marx geplanten Artikel, Ideen, Vorhaben und Bashing-Attentate, die jedoch aus  Gründen nie realisiert werden konnten. Mit schonungsloser Offenherzigkeit legen wir unseren treuen Lesern als Dank für ihre unerschütterliche Loyalität hiermit sämtliche Gespinste unserer vermutlich bereits vom berühmtberüchtigten Chemnitzer Industrie-Smog verseuchten Hirnwindungen vor. Copyright und geistiges Eigentum sind uns dabei natürlich auch total Bock-, Brat-, und Currywurst. Deshalb hier nun die Liste der besten re:marx-Artikel (im weiteren Sinne), die niemals auf re:marx erschienen sind.

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abgefakt: Sommerfest der Fachschaften.

Nachdem das letzte abgefakt: Mensaparty ein derart großer Erfolg war, dass wir die 300.000-Likes Marke auf Facebook (einschließlich der gekauften Gefällt Mirs aus Indonesien) knacken konnten und der zuständige Redakteur für den Pulitzerpreis in der Kategorie „Bester Bash“ nachnominiert wurde, haben wir beschlossen uns für den Fame fortan nur noch auf studentische Veranstaltungen einzuschießen. Mag man zumindest annehmen, wenn man ohnehin schon annimmt, hinter re:marx verberge sich eine Horde arroganter Snobs, die alles hassen was a) billig, b) studentisch und c) aus Chemnitz ist. Ironie funktioniert eben nicht im Internet und in Chemnitz schon gar nicht. Aber das ist uns egal, solange die Likes auf Facebook stimmen und deshalb gibt es hier und heute die abgeFakten über die Freiluft-Version der Mensaparty – das Sommerfest der Fachschaften (In anderen Unis nennt man so was auch Campus-Festival)
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re:make your own party. Die Konzepte, Teil Drei.

Thema: Collegerock- / Highschoolparty

Klangtechnische Rahmenunterhaltung:

  • Musikalischer Stil: College-Rock a la Sum 41, Blink-182, The Offspring, Zebrahead
  • Band: …thanks and get ready
  • DJ: Falko Rock (oder irgendeiner, der sich mit sowas auskennt)

Raumgestaltung:

  • Glasvitrinen mit Pokalen
  • Farbe Rot im Vordergrund
  • Dancefloor vs. Sofas (Ein-Familien-Häuser-Style)

Getränke:

Feier-Stil:

  • Ausgelassen unter Freunden
  • Konzert als Höhepunkt

Specials:

  • Swimming Pool (unrealistisch)
  • Beer Pong
  • Dresscode? (nicht allzu sehr als Zwang verkaufen)

Vermarktung:

abgefakt: Radio UNiCC

Die Alarmglocken schrillten bereits im Sommer: Das studentische Radio im Schatten der großen Mensa strauchelt: Mitglieder-Mangel, Motivations-Abstinenz, Bologna-Opfer. Die fetten Jahre sind vorbei, die Finanzkrise erreicht auch das nicht-kommerzielle Vereinsleben. Grund genug für re:marx, Radio UNiCC in einem besonders liebevollen abgefakt mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Party over?

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Re:view – The Look of MS Beat.

Endlich gibt es die Apokalypse auch zum Anschauen. Ein opulentes Spektakel in zwei Akten. Und natürlich in HD – schärfer als die Realität oder so. Egal – mit re:marx sieht man eh besser. Also colour your life, because we love to entertain you.