Die Clubkultur, ihre Szene und ein Experiment

Auch wenn das Chemnitzer Nachtleben oft belächelt wird oder im Schatten anderer steht, bot es uns stets das ein oder andere Highlight. Ja, Chemnitzer Clubnächte können sich sehen lassen. Am wichtigsten dafür sind aber weniger die Clubs oder die DJs. Am wichtigsten seid IHR.

Clubnacht in ChemnitzJeder einzelne, der gern in einen Chemnitzer Club geht und zur Musik von guten DJs tanzen möchte, ist verantwortlich für das Nachtleben in dieser Stadt. Eine Clubnacht und die ganze Clubkultur ist abhängig von ihrem Publikum – den Clubgängern, Tanzmäusen, Anmachern und Abchillern. Kurz gesagt, der Szene. Die Chemnitzer Szene, sie ist klein, aber sie ist da. Sie ist ziemlich bunt und ziemlich unberechenbar. Grund genug für das Chemnitzer Label No Divas, diese Szene einer Nagelprobe zu unterziehen. Manch einer würde es ein gewagtes Experiment nennen, eigentlich ist es aber eine kreative Crowdfunding Variante.Let's Get LostLet’s Get Lost“ ist das Konzept der nachhaltigen Party, die den aktiven Clubgänger anspricht. Die Gäste bekommen bei dieser Party ein Supporterbändchen mit dem sie bei weiteren Parties des Labels Rabatte beim Einlass und Freigetränke erhalten. Eine Idee, von der beide Seiten profitieren, denn das Label bekommt ein wenig Planungssicherheit für kommende Parties, bei denen weiterhin international gefragte DJs und Liveacts für ordentlich Stimmung unter den Gästen sorgen sollen. Dazu wird die Szene insgesamt gepflegt und belebt, wovon alle etwas haben. Ein sehr sinnvolles Projekt, was es zu unterstützen gilt. Chemnitz ist zwar nicht Leipzig oder gar Berlin, aber es ist auch nicht Kleinkleckersdorf und sollte regelmäßig in den Tourplänen gefragter DJs auftauchen. Wer diese auch in richtiger Clubatmosphäre und netter Gesellschaft erleben möchte, sollte „Let’s Get Lost“ unterstützen. Wie das genau geht, erfahrt ihr HIER.

Kampf der Titanen: TWO MANY DJs am 10.10.2012

Es ist wieder soweit: Mittwoch wird gebattlet. Der Kampf der Chemnitzer DJ-Titanen geht in die nächste Runde. Im Weltecho stehen sich dieses Mal Arno und Marko Stani gegenüber – zwei absolute Schwergewichte der Chemnitzer Clublandschaft. Im DJ-Clàsico von Chemnitz buhlen sie morgen Abend nicht nur um eure Gunst – nein, es geht um die Gunst einer ganzen Stadt und um die Frage aller Fragen: kann die Meisterschaft schon im Herbst entschieden werden?

Für re:marx ein Grund, beide Kontrahenten hinsichtlich ihrer beeindruckenden Karriere einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und eine erste Siegprognose abzugeben.

fröhliche Gesten beim MS BEAT Festival: doch Insider wissen – hinter der glücklichen Fassade steckt ein knallharter Konkurrenzkampf

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Bash den Pandaro!

Disc jockeys existieren wie Sand am Meer. Mittlerweile schimpft sich jeder Knopfdreher so, der gerade mal den Lautstärkeregler von links nach rechts schieben kann. Es ist fast wie eine Invasion von Zombies, die sich unaufhaltsam verbreitet, und jeden infiziert, der ein Mal einen Finger an ein Knopfdreherteil getan hat. Jeder will den Ruhm einfangen, und seine ach-so-tolle Musik auf penetranteste Art und Weise verbreiten. Die Überleitung zum Chemnitzer Auswuchs Pandaro fällt da nicht schwer. Gegründet in einer Küche (deswegen auch früher beim gleichnamigen Küchenrecords Label gewesen – als einziger Act, versteht sich), anfänglich noch „Der Zerstörer 3.0“ genannt (…), mittlerweile mit befreundeten (als ob) Kollegen das Projekt Vocabula gegründet (inklusive kostenlosen EPs – das Image des Pseudo-Samariter muss ja schließlich aufrecht erhalten bleiben, und kommt sowieso immer gut beim armen und downloadwilligen Publikum an). Das sind die Hard Facts zum Jutebeutelträger.
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Re:portage – The Sound Of MS Beat.

Das war nun also dieser Weltuntergang von dem jetzt immer alle reden. Mit Pauken und Trompeten verabschiedete sich Mutti Erde vergangenes Wochenenede am Staussee Oberrabenstein mit einer fetten Party von ihren Fans. Unzählige Jünger pilgerten friedlich und feierwütig zum Ort des Geschehens, um noch einmal ein zweitägiges apokalyptisches Abendmahl zu zelebrieren, ein letztes Abenteuer voller Tanz, Musik, Kunst und Krempel, kurz: ein wundervolles Wunderland namens MS Beat. 

re:marx war dabei. Stolz können wir nun von uns behaupten: we survived the Weltuntergang. Doch verarbeiten wir die Erlebnisse auf dem diesjährigen MS Beat Festival nicht mit ödem Text, sondern in opulentem Bild und wildem Klang. Letzterer macht nun den Auftakt. In Kooperation mit re:marx und dem MS Beat Festival war unser rasender Reporter Tag und Nacht (vor allem da!) für uns unterwegs um apokalyptische Impressionen eines imposanten Spektakels zu sammeln. Ein Stimmungsbild zum Nachhören. Hier und jetzt. Viel Spaß.

Unten am Fluss: Fünf Jahre Weltecho.

Fünf Jahre Weltecho.
Fünf Jahre fidele Feierei und hin und wieder auch mal ein bisschen Kultur.
Denn schließlich ist das Weltecho ja nicht nur ein feuchtfröhlicher Party-Tempel: Konzerte, Kino, Kunst. Theater, Techno, Teenies. Hier unten am Fluss gibt es alles, was das Chemnitzer-Szene Herz ab und an mal begehren mag.

Die Szene-Herzen von re:marx jedenfalls schlugen dem Jubiläum, das am Samstag in einer dicken Party, die alles bot, was man vom Weltecho hätte erwarten können, gipfelte, dankbar entgegen.
(Nur wer diesem wirren Schachtelsatz noch folgen kann, ist ein echter re:marx-Leser!)
Wir nutzen den freudigen Anlass für eine kleine Sammlung persönlicher und wahnsinnig emotionaler Rückblicke. Was verbindet der individuelle Re:marxler mit dem Weltecho? Es folgen vier knallharte Erfahrungsberichte, die so bunt sind wie das Weltecho selbst und die ganz fragmentarisch sowie total subjektiv ein kleines Stück Chemnitzer Kulturgeschichte nachzeichnen.

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Eisblume Open Air am 10. Dezember 2011

Chemnitz in der Vorweihnachtszeit. Das bedeutet überfüllte Busse und Gehwege, hetzende Menschen in dicken Jacken, betrunkene Teeny-Cliquen auf dem Weihnachtsmarkt, und normalerweise auch Minusgrade in Verbindung mit einem anständigen Schneechaos. Doch gerade letzteres lässt in diesem Jahr (zum Glück) auf sich warten. So waren nämlich die Witterungsbedingungen für die zweite Auflage des Chemnitzer Blume Open Airs mit knackigen 2 Grad und einem schneidigen Ostwind durchaus passabel. Der vorweihnachtlichen Hatz nach den vermeintlich besten Geschenken war es zu verdanken, dass das in dieser Stadt heikle Thema der Geräuschbelästigung dieses Mal keine Rolle gespielt hat. An einem Adventswochenende ist eh die ganze Stadt auf den Beinen.

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Concorde Club Label Showcase + Douglas Greed am 19.11. im Weltecho:

Freude kam auf, beim studieren des aktuellen Monatsprogramms vom Weltecho. Alte Bekannte, von denen hier schon einmal die Rede war, wurden für den 19.11. angekündigt. Das Concorde Club Label DJ-Kollektive aus Berlin war, wie schon im Frühjahr mit ihrem Showcase zugast. Und als wäre das nicht genug, so sollte an diesem Abend ein zusätzlicher Specialguest die Tanzenden zum schwitzen bringen. Dieser spezielle Gast war kein geringerer als Douglas Greed! Einer der wohl angesagtesten Produzenten und DJs dieser Tage, der vor kurzem erst sein Debut-Album veröffentlicht hat und damit auf viel positives Echo stieß, obwohl es keinTechno-Album geworden ist.

An diesem Abend lieferten die Jungs vom Concorde Club Label und Douglas Greed allerdings feinsten Techno. Ein gut gefülltes Weltecho, trotz nicht ganz so günstigem Eintritt, belegt die Qualität des musikalischen Angebots. Leider musste gerade an diesem Abend aus gesetzlichen Gründen früher Schluss gemacht werden, was die Set-Zeiten doch merklich verkürzte und beim Autor dieses Artikels für plötzliche Verwirrung sorgte, als die Party an ihrem Höhepunkt endete. Doch man soll ja aufhören, wenn’s am schönsten ist und schön war es auf jeden Fall. Die Essenz des Abends ist also, dass man in Chemnitz nach wie vor gute DJ´s genießen kann und das in entspannter Umgebung ohne in einen der ungeliebten großen Clubs gehen zu müssen. Sie sind es, die sich die dicken Line up´s leisten können, aber es gibt doch Alternativen mit mindestens genau so hochwertigen Künstlern, auch wenn die nicht ganz billig sind, die Party gewinnt!

Auf eine Flasche Ketschup mit: Arno

Zwar kein Mann vieler Worte, aber dennoch auf dem Weg zur Chemnitzer Untergrund-DJ-Legende.
Jetzt sogar ganz global im Geschäft mit eigenen Releases auf dem schwedischen Label Clubstream.
re:marx gelang es unter immensen Einsatz investigativer Recherche, diesen Mann zu einem seiner seltenen Interviews aus der Reserve zu locken – und so musste er uns knallhart bei einer alkoholfreien Flasche Ketschup Rede und Antwort stehen.

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Auf ein (alkoholfreies???) Bier mit: Marco Stahn.

Konzert-Veranstalter, DJ und BETA-Boss stellt sich im knallharten Verhör den investgativen Fragen von re:marx

Seit wann bist du hier?
In Chemnitz bin ich seit 2004, bin hergekommen um zu studieren. Das habe ich dann tatsächlich auch gemacht und beendet.

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Party Review: 1 Jahr Treibsand – Naturbad Niederwiesa am 12.06.

Pfingstsonntag um 11 Uhr, ein Zeitpunkt an dem normale Menschen entweder ihren Rausch ausschlafen oder ein staatstragendes Pfingstfrühstück im Kreise ihrer Familie absolvieren müssen. Kaum einer würde jetzt daran denken mit einem Bus an einen Teich zu fahren und dort ausgelassen Party zu machen. Kaum einer…?

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