Post der Moderne (KW 20 ): Was in den letzten drei Wochen in Chemnitz geschah.

Eigentlich sollte an dieser Stelle ein reumütiger Überblick über alle wichtigen Geschehnisse der letzten drei Wochen folgen. Doch ausgerechnet jetzt bringt die Homepage der Freie Presse – aber auch nur die – den Browser der Autorin mit jedem verdammten Klick zum totalen Absturz. Die Autorin, die aus irgendeinem Grund heimliche Verbindungen ahnt, deutet dies als ein klares Zeichen für irgendetwas. Natürlich irgendetwas Unheilvolles. Ein Fluch, ein programmierter Akt der Rache oder das symbolische Ende aller Honorarabrechnungen.  Deshalb reicht die PoMo diese Woche dann doch nicht über die Bank-Krise, Buzzfeed und die besten Schlagzeilen der MoPo hinaus.

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Post der Moderne (KW 17): Was diese Woche in Chemnitz geschah.

In Chemnitz, sagt man, kommt jeder Trend mit etwa zwei bis zwanzig Jahren Verspätung an. Demnach heißt der derzeit neueste Hype: Illegale „Rave-Partys“. So nennt es jedenfalls die Presse. Im März gab es einen dieser extrem wilden und unglaublich illegalen Raves in einer alten Fabrik und vergangenen Sonntag unter einer Autobahnbrücke als Open Air. Beide fanden auf der Zwickauer Straße in Chemnitz statt – was passender nicht sein könnte, weil Zwickau ein bisschen wie Detroit und Chemnitz ohnehin das sächsische Manchester, und weil Detroit die Wiege des Techno und Manchester deine Mutter des Raves ist. Und wenn es hier schon eine Straße gibt, die Manchester mit Detroit verbindet, sollte sie auch gebührend genutzt werden. Jetzt, nur über zwanzig Jahre nach der Madchester-Ära, hat auch die kleine graue Partnerstadt im Osten Deutschlands Ravepartys und Acid-Trips entdeckt, damit es im post-industriellen Brachland endlich etwas bunter aussieht.

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