Vom hässlichen Schlot zum schönen Schornstein: Lang leuchte der Lulatsch.

Die städtische Stromerzeuger-Koryphäe eins energie hat erkannt, was wir schon lange wissen: Die DDR ist vorbei, der Nischel muss weg! David Hasselhoff wird kommen und den Marx-Kopf niedersingen und damit wohl auch die indigenen Nischel-Jumper ausrotten. Das wird dann kurz traurig, aber irgendwie sind trotzdem alle glücklich, liegen sich in den Armen, tanzen auf den Trümmern, schwingen Wunderkerzen. Denn: Endlich kann sich die Stadt ein ordentliches Vermarktungskonzept zulegen, die Bronzezeit ist vorbei. Chemnitz braucht dann eine neue Corporate Identity, und da diese wohl eher nicht himmelblau wird, haben wir da sieben ganz besondere Farben im Sinn. Der Lulatsch — auch bekannt als „Heizkraftwerk Chemnitz-Nord“ — trägt nicht umsonst den gleichen Namen wie Oberbürgermeisterin Babalulatsch:

Weiterlesen

Chemnitz Zweitausendsechzehn: Ein Ausblick.

Hallo 2016. Das Jahr, das dem letzten jetzt schon mindestens eine Armlänge voraus ist: Nordkorea-Kim testet Atombomben, Saudi-Arabien und Iran testen den nicht vorhandenen Weltfrieden, Köln testet die Grenzen unserer Gesellschaft. Geht jedenfalls super los, dieses Jahr, und wenn wir Glück haben, wird alles noch viel besser.

Anlässlich des Jahreswechsels haben wir nicht etwa zu tief ins Glas (naja), sondern ganz tief in die Glaskugel geschaut, in der die Zukunft so unheilvoll dunkel glitzert wie das Wasser des Schlossteichs bei Regen. Bis sie uns schließlich phantastische Prophezeiungen vor die Füße gespuckt hat, die sich nicht etwa auf das durchweg verdorbene Weltgeschehen beziehen, sondern auf das besiegelte Schicksal der Stadt, über die wir hier hin und wieder schreiben, und das ist, Überraschung, Chemnitz. Jahresrückblicke sind ohnehin total 2014. Der moderne Blogger mit dem weltmännischen Weitblick von heute schreibt seine Jahreschroniken schon, bevor das Jahr überhaupt richtig begonnen hat. Deshalb hier, jetzt, exklusiv und nie wieder: Unsere Billanz für das Jahr 2016. Eine leichte Prise schwerer Schwachsinn, bevor wir uns wieder dem Ernst des Chemnitzer Lebens widmen.

In diesem Sinne: Frohes Neues!

Weiterlesen