Re:marx beim Club Royal

In der Regel meidet der kulturbegeisterte und introvertierte Mittzwaniger das große Rampenlicht des Showgeschäfts. Das Glitzern, die gezogenen Lachgesichter und die ständig gute Laune (Flori S. lässt hier grüßen) passen so gar nicht zur Ernüchterung des „Erwachsengewordenseins“. Um so erstaunlicher ist es, das ausgerechnet im Herzen des kulturellen Anspruchs dieser Stadt, nämlich im Theater oder besser gesagt im Exil, eine Veranstaltungsreihe Erfolge feiert, die nach eben diesem Showformat auftritt. Nur tut sie dies zum Glück auf eine leicht parodierende Art und Weise, was den zu vermeidenden Glitzerüberschuss schon wieder abschwellen lässt und re:marx dazu brachte zu recherchieren:

Angestachelt durch diesen vielversprechenden Video-Teaser und gelockt durch freien Eintritt fanden ausgesprochen viele Gäste den durch die allgegenwärtige Kältewelle eisigen Weg ins Exil. Dass sich dieser Weg lohnte, wurde schon kurz nach Beginn der Veranstaltung klar. Eine für die Stadt einmalige Mischung aus impovisierter Kunst und durchdachtem Schabernack sorgte bei vielen für Faszination bzw. zu ausgelassenem Gelächter.

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Auf ein neues Bier mit: re:marx.

Liebe Pieple,

2011 war ein Jahr. Vielleicht war es nur ein Jahr wie jedes andere. Vielleicht war es aber auch ein ganz besonderes Jahr. Schließlich wurde re:marx geboren, eine Institution, die dem kulturellen Dasein in Chemnitz einen neuen Glanz und noch viel mehr Glorie verlieh – und zwar so viel, dass sogar die TAZ endlich auf die Stadt aufmerksam wurde. 2012 sollte deshalb nicht minder spektakulär werden. Auch wenn – oder gerade weil – ja die große Apokalypse unaufhörlich naht. Doch keine Angst, re:marx wird für euch als feste Bank im Weltuntergangssturm bestehen bleiben und weiterhin journalistisch sachlich, präzise, knallhart und investigativ aus der schönsten aller grauen Städte berichten. Denn 2012 verspricht viel, vor allem viel Bewegung in der nebulösen, aber existenten Chemnitzer Szene.

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The re:marx Diaries Part III: Hipster-Report C (14. & 15.10.2011)

Von wegen in Chemnitz ist nichts los! Am vergangenen Wochenende erstickte die Stadt förmlich im unerschöpflichen Kultur-und Partyangebot. re:marx entschied sich für eine ausgiebige Konzert-Runde, schaffte vier Bands in knapp 24 Stunden und ward somit Teil eines wunderbaren Oktoberwochenendes. Sensation!

Freitag, 19:30; B-DORF
Die Luft riecht nach Herbst. Klar, kalt und ein wenig modrig. Das Tageslicht wird rar. Und dennoch: euphorischer Fußmarsch durch den finsteren Park, Destination Schauspielhaus. Eine Rolle Plakate klappert verdächtig in meiner ultra-hippen Totebag, die das Logo einer Band schmückt, die eh kein Schwein kennt. Und überhaupt: die Eisenbahnbrücke auf der Zschopauer Straße sieht doch auch fast aus wie das Ostkreuz!

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