re:marx Clubcheck Part VII: Flowerpower

Wenn man so will, oder vielmehr, wenn es der eigene Alkoholpegel so will, dann ist das Terminal 3 der Dreh- und Angelpunkt der Chemnitzer Clubkultur, die Partymeile, die der Brühl nie sein wird, die Reeperbahn Chemnitz‘. Na ja, fast zumindest.
Zwielichtige Etablissements muss man zwar woanders suchen und statt anrüchigem Rotlicht strahlte hier lange Zeit nur das liebliche Licht der Sterne, aber Clubs, die Starlight, Stairways, oder Diamond heißen, klingen ja immerhin auch ein bisschen wie Tabledancebars. Stattdessen bietet das Terminal 3 andere hippe Hotspots wie den City Pub, Karls Brauhaus, das Tillmanns, das Mercure (in das man nach einer durchzechten Nacht im City Pub durchaus auch mal dekadent frühstücken gehen kann) sowie die Stadthalle, den wohl populärsten aller Chemnitzer Musikclubs, wo sich Größen wie Florian Silbereisen, die Amigos oder Andrea Berg tagtäglich im Takt beklatschen lassen.
Und dann wäre da noch das Flowerpower, das sich den revolutionären Spirit der Sechzigerjahre auf die regenbogenfarbenen Fahnen schreibt. Ein Konzept, das aufgeht. So expandierte – oder franchiste – sich der Club, der eigentlich eine Musikkneipe ist, von Leipzig aus nach Dresden, Halle, Jena, Magdeburg, ja sogar in totgeglaubte Gegenden wie Ilmenau, Dessau oder Wittenberg. Und nach Chemnitz – wo es sich ungeahnter Popularität erfreut, weshalb sich fast schon eine Korrelation von Altersdurchschnitt der Stadt und Besucherzahl des Flowerpowers vermuten lässt.
Die Nr 1. in Sachen Rock und Oldies“ oder „Love, Peace and Rock`n`Roll“ jedenfalls sind Slogans, die uns Angst machen. Zu Beginn unserer abenteuerlichen Steinzeitreise war deshalb auch noch nicht so ganz klar, worauf der dafür geopferte Samstagabend hinaus läuft: re:marx in Gefahr oder abgefakt? Am Ende aber ist es dann doch nur ein nüchterner Clubcheck geworden (Finde den inhaltlichen Fehler im Satz und gewinne ein von Bon Jovi handsigniertes iPad):

www.flowerpower-chemnitz.de

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