Location Check: AC17

Ein Geist geht um im Chemnitzer Nachtleben. An einigen Ecken wird derzeit des Öfteren ein leises „AC17“ in den eisigen Nachthimmel geatmet. Neues Aufputschmittel? Angesagter Szene-DJ? Naja – so ähnlich zumindest. Das AC17 ist ein neuer Club (im weitesten Sinne) auf der – wie der geneigte Abkürzungsdechiffrierer bestimmt schon erkennen konnte – Altchemnitzer Straße 17. Gute Gelegenheit um die sagenumwobende neue Location bei einem Undercover-Check-In mal gründlich auszuchecken – und zwar nach den allgemeinen Gütekriterien des re:marx-Clubchecks.

Ambiente:
Das AC17 erreicht man über die Buslinie 22 Richtung Altchemnitz – Ausstieg Bruno Salzer Straße. Folgt man der Altchemnitzer noch um die nächste kleine Kurve in Richtung Sanitätsstelle, soll einem laut Hörensagen ein kleines Schild den Weg in einen dunklen Hinterhof und weiter folgend zu einer unscheinbaren Tür weisen. Unser Redakteur hat allerdings erst ein paar Runden drehen müssen, bis der richtige Hinterhof gefunden wurde. Betritt man nun die Location, geht es erst ein paar Treppen hinauf, vorbei an den Toiletten, bis am Ende der „Einlass“ kommt. Der erste Raum den man dann betritt ist ein kleiner Flur von dem der eigentliche Konzertraum (ungefähr doppelt so groß wie der kleine Flur) und eine riesige Halle (ungefähr 20 mal so groß wie der kleine Flur) abgehen. Die Halle ist eine Mischung aus Backstage für die Bands, aber auch Rumhäng-Area für die Gäste, wobei auf jegliche Einrichtung, abgesehen von willkürlich verteilten Sitzgelegenheiten, verzichtet wird. Das eigentliche Hauptgeschehen findet ja im Konzertraum statt. Der bietet nur dann Platz für 30 Leute, wenn diese, einem Fischschwarm gleich, jede Bewegung synchron ausführen. Aber das ist ja bekanntlich die angenehmste Art zu Tanzen.
Abschließend zum Ambiente ein paar treffende Adjektive, die durchweg positiv zu werten sind: klein, intim, unfertig, DIY, freundschaftlich, roh, kollegial, konzeptlos schön.

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