Weil wir ein Mädchen sind: Die mächtigsten Frauen der Stadt.

Der erste Satz ist bekanntermaßen der schwerste. An dieser Stelle muss der erste Satz leider ausfallen, weil  gerade einfach nichts Brauchbares im Kopf vorhanden war. Machen wir es deshalb kurz: es geht um den schönsten Tag des Jahres – den internationalen Frauentag. Ein Tag, der nicht wirklich die Aufmerksamkeit bekommt, die er auch verdient hat. Im Gegenteil: kaum schreibt man das Wort Frau, riecht schon wieder irgendwas verdächtig nach Diskriminierung. Nämlich das: Warum bekommen Männer einen Feier- und bestenfalls herrlichen Frühlingstag dafür, in grölenden Gruppen konzentriert und mit bierbefüllten Böllerwagen bestückt ihre liebliche Peripherie zu penetrieren, während sich Frauen mit einem stinknormalen Wochentag im mickrigen Monat März zufrieden geben müssen, der bei allen anderen großen Weltmächten, also in Russland (und dem was mal dazugehörte) ein gesetzlicher Feiertag ist?

bnn

Männertag.

Ungerecht! Immerhin hat das Staatsgebiet, in dem sich diese Stadt befindet, im etwas weiteren Sinne früher doch auch mal fast zur UdSSR gehört. Und wie Zeitzeugen mehrfach berichteten, wurde in diesen dunkelroten Zeiten am 08. März alljährlich die Arbeit am Nachmittag danieder gelegt um selig sozialistisch gebrannten Schnaps zu trinken. Warum sich dieses Ritual so schwer mit den emanzipatorischen Werten der westlichen Welt vereinen lässt, ist uns ehrlich gesagt ein großes Rätsel. Aber angenommen, es gäbe einen feierlichen Frauentag – wie würde der wohl aussehen? Bier und Böllerwagen? Sekt und Sex and the City? Champagner und Chippendales? Backen, basteln, Brigitte-Diät probieren und Büsten-Halter zählen? Femen-Show im Fashion-Center? Euch fällt kein blödes Klischee mehr ein? Uns auch nicht.

 mädchenkram

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