LUISE POP: Wie’n Chemnitz.

Chemnitz ist keine kitschige Stadt. Kein Wien. Kein Flieder, keine Kaffeehäuser.  Nur ein paar Plaste-Schwäne auf dem Schlossteich. Chemnitz hat andere Qualitäten – die erkennt man aber meist erst auf den zweiten Blick. Und dennoch: Chemnitz und Wien haben bisschen was gemeinsam. Nix los, Nichts geht, Nicht’s gibt’s, alle jammern und wollen nach Berlin. Aber irgendwo entsteht irgenwie trotzdem ein kleines Netzwerk von Leuten, die bleiben und machen, sodass endlich auch mal was los ist und viel geht, weniger gejammert wird und die Abwanderungsraten sinken. (Auch wenn dieses Netzwerk in Wien vielleicht etwas ausgeprägter sein dürfte, als das in Chemnitz.. Parallelen sind erkennbar!)

Sagen zumindest Luise Pop – und die müssen es ja wissen.
Was Wien noch so besonders macht, welche Mission die Band hat und welche Platten sie schwer beeinflussten hört ihr hier im exklusivsten Vorab-Interview aller Zeiten.

Wie sich das alles aber Live anhört und in Farbe ausschaut, und welche Vergleiche Luise Pop wirklich zwischen Wien und Chemnitz ziehen, das erfahrt ihr nur heute Abend im Konzert…

Ab 21 Uhr im Weltecho und als kultureller Frühjahrs-Putz sozusagen alternativlos!

Mehr Infos: HIER!

Auf 12 Giselas mit: Philipp Fröhlich

Wir von re:marx haben es uns unter anderem zur Aufgabe gemacht, Menschen vorzustellen, die sonst eigentlich fast nur im Hintergrund arbeiten, aber gleichzeitig sehr viel für diese Stadt tun. Um zu würdigen, was geleistet werden kann, wenn man fest an etwas glaubt (ohne jetzt allzu pathetisch zu klingen). Wer erfolgreich unter anderem Acts wie GTRONIC, Dumme Jungs, und Duo Synchron in die „alte graue Stadt“ lockt, gehört auf jeden Fall in diese Kategorie. Weiterlesen

Auf ein Bier mit: Bombee

Kurz vor der offiziellen Record-Release-Party des vierten Albums „Parallels“ vom Chemnitzer Urgestein Bombee am 18. Novemver 2011 im Weltecho ließen sich die Damen und Herren von re:marx nicht lumpen, sich die beiden beteiligten Herren Alexander Seypt (Gesang) und Philipp Roeder (alles andere) viagra schnappen, um sie mit unserer fast schon legendären Kategorie zu konfrontieren. Aber seht selbst:

Seit wann seid Ihr hier?
Alex: 1996.
Philipp: 2004.

Warum seid Ihr hier?
Alex: Weltherrschaft!
Philipp: Aufgrund des Studiums. Weiterlesen

Interview mit Future Islands.

Re:marx traf Ende Juli die Jungs von Future Islands. Wir haben euch schon von dem großartigen Konzert in der Beta Bar berichtet und haben nun auch endlich das Interview für euch. Es hat sehr viel Spaß gemacht die drei Musiker aus Baltimore kennen zulernen und warten nun ganz gespannt auf das dritte Album, welches im Oktober erscheinen wird.

Auf eine Flasche Ketschup mit: Arno

Zwar kein Mann vieler Worte, aber dennoch auf dem Weg zur Chemnitzer Untergrund-DJ-Legende.
Jetzt sogar ganz global im Geschäft mit eigenen Releases auf dem schwedischen Label Clubstream.
re:marx gelang es unter immensen Einsatz investigativer Recherche, diesen Mann zu einem seiner seltenen Interviews aus der Reserve zu locken – und so musste er uns knallhart bei einer alkoholfreien Flasche Ketschup Rede und Antwort stehen.

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Auf ein (alkoholfreies???) Bier mit: Marco Stahn.

Konzert-Veranstalter, DJ und BETA-Boss stellt sich im knallharten Verhör den investgativen Fragen von re:marx

Seit wann bist du hier?
In Chemnitz bin ich seit 2004, bin hergekommen um zu studieren. Das habe ich dann tatsächlich auch gemacht und beendet.

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Hei! Interview mit „The New Wine“ aus Norwegen.

Gruppenbild

Vier junge Männer gründeten vor nicht allzu langer Zeit im kleinen bescheidenen Bergen in Norwegen die Band „The New Wine“. Sie liebten es zu jammen und die Menschen mit ihrer Musik zum Tanzen zu bringen. So kam es dazu, dass ein bekannter Musiker aus Bergen sich ihnen annahm: ihr Mentor war jedoch kein geringerer als Erlend Øye, der Sänger der Band „The Whitest Boy Alive“ und Mitglied von „Kings of Convenience“. So tourten sie im Jahr 2009 mit „The Whitest Boy Alive“ durch ganz Europa und traten unter anderem auch beim MELT!  auf. Jetzt sind sie alleine auf Tour und beglücken die Zuschauer mit ihren funkigen und rockigen Sounds. Wir  von Remarx haben Johan Hatleskog, den Bassisten der Band, zu einem Interview in Chemnitz getroffen.

You released your Debutalbum „Waves“ recently. How do you create your songs and who is the lyricist?

Johan: We usually write everything together, when we make music. It’s very much about just spending time in our rehersalroom and making musik together. It’s not like anyone has finished songs when we come to the rehersalroom. We just play like a guitar-riff or a bass-line or something and then it sort of develops by jamming and after a while we take the good parts, put them together and a song is made. That’s the short version. When it comes to the lyrics  it’s Stian our Vocalist. He has been writing the lyrics, at least so far.

Have you been on a really big stage?

Johan: One of the biggest stages must have been in Brussel one time. We supported the Whitest Boy Alive on their tour in Europe in 2009. We did this encore together with The Whitest Boy Alive and 2000 people just got crazy in this big hall. And it was an amazing mood, really cool.

Is there a story behind the bandname?

Johan: Well, the name is always a little bit difficult to explain.  But I suppose the reason why the name was choosen, was kind of a coincidence: Geir (Synthezisers) called a song „The New Wine“  for some strange reason. One of the other guys said it was a nice name. It’s a little bit contentious, saying that our music is the new wine.  In Bergen when we started with this kind of music, we were the only band doing just what we’re doing, so we were like ahh THIS is something new we’re doing.

Image you are dropped of on an island in the sea. You can take three things with you, what would it be?

Johan: I suppose the most important stuff would be like music,  food… i have no i idee what i would do!

So, you are more the practical type?

Johan: Well I, if i was driving on an island, i would like to have something to do. And obviously  music would be a nice thing to do, so perheps like a guitare would be nice. And it would also be nice to bring along some friends, because it would be a bit boring, just to be there alone So I hope it’s possible to get stranded with some friends. That would be very nice! And a place to stay, like a house.  If you can bring that.

What about building a house by yourself ?

Johan: Oh ok, then just tools for building!

Thanks for the Interview!

Johan Hatleskog – electric bass guitar
Geir Hermansen – synthesizers
Stian Iversen – guitar and vocals
Adrian Søgnen – drums

„Delete, Rewind“ vom Debutalbum „Waves“
Delete, Rewind by The New Wine

Auf ein Bier mit: Wilhelm Not

In unregelmäßigen Abständen sollen auf diesem Weg Chemnitzer Koryphäen vorgestellt werden. Beginnen werden wir mit dem Chemnitzer Nachwuchs-Rave-DJ Wilhelm Not vom Label Küchenrecords. Weiterlesen

„Einfach Tanzen!“ – Hercules and Love Affair am 04.03.11 in Leipzig (Conne Island)

Andrew Butler ist der Kopf von Hercules and Love Affair. Und Andrew Butler ist, naja, raus. Ziemlich raus.

Der Versuch, ihm im Interview güldene Geheimnisse seines Disco-Daseins zu entlocken beginnt mit einem eher unglamourösen Schmatzen. Andrew hat schließlich Hunger. Gänzlich unglamourös auch sein T-Shirt, auf dem das  eher angsteinflößende Logo einer Death-Metal-Kombo (der seines Bruders nämlich) prangt. Ohnehin mag Andrew Metal, wie er uns verrät. Hätte er die Wahl zwischen einem Konzertbesuch von … and you will know us by the trail of dead oder Slayer – er würde Slayer nehmen. Klar. Musikalische Extreme sind sein Ding. Disco und Deathmetal, vereint in dem löchrigen Sweater, der das Metal-Shirt umrahmt. Dieser, so philosophiert Andrew, könnte ja genau so auch von Yves Saint Lauren stammen. Stammt er aber nicht. Sondern vom Flohmarkt. Überhaupt ist das mit dem Geschmack ja so eine Sache, sagt Andrew. Schließlich ist dieser nicht angeboren, sondern konditioniert. Hat er alles in seinem Studium gelernt. Gender Studies. In New York. Worüber wir hier aber eigentlich gerade sprechen, ist Disco. Warum ist Disco so verschrien? Und ist Disco wirklich so oberflächlich? Nein, ist es nicht, sagt Andrew. Zumindest nicht das, was Hercules and Love Affair machen. Das, ja, das hat einen tieferen Sinn. Disco, als Ausdruck von Melancholie. Deshalb auch der Albumtitel „Blue Songs“. Obwohl, blau kann ja so vieles bedeuten. Himmel und Meer und so, meint Andrew. Aber eigentlich, verrät er, eigentlich heißt das Album ja nur so, weil das Wort „blue“ so häufig fällt.

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