Über Coldplay, Startnext und die Brigitte – Interview mit Yesterday Shop

Blogger sind auch nur Menschen (und betonen dies gerne und vor allem oft). Deswegen benötigen auch Blogger für gewisse Dinge manchmal etwas mehr Zeit. Die soll eigentlich bereits genug Entschuldigung dafür sein, warum wir jetzt erst ein Interview in die große weite Welt hinauswerfen, was bereits am 16. Januar 2013 stattfand. Die im Jahre 2006 gegründete Band Yesterday Shop machten im Zuge der Veröffentlichung ihres selbstbetitelten Debütalbums Halt im Chemnitzer Atomino und präsentierte dort ihren postrock- und shoegazebeeinflusten Indie-Pop-Rock, der sowohl live, als auch auf Tonträger massiv zu überzeugen weiß. Wir unterbrachen Sänger Clemens Kluck beim Stullenessen, um mit ihm gemeinsam über Gott und die besagte Welt zu plaudern.
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Location Check: AC17

Ein Geist geht um im Chemnitzer Nachtleben. An einigen Ecken wird derzeit des Öfteren ein leises „AC17“ in den eisigen Nachthimmel geatmet. Neues Aufputschmittel? Angesagter Szene-DJ? Naja – so ähnlich zumindest. Das AC17 ist ein neuer Club (im weitesten Sinne) auf der – wie der geneigte Abkürzungsdechiffrierer bestimmt schon erkennen konnte – Altchemnitzer Straße 17. Gute Gelegenheit um die sagenumwobende neue Location bei einem Undercover-Check-In mal gründlich auszuchecken – und zwar nach den allgemeinen Gütekriterien des re:marx-Clubchecks.

Ambiente:
Das AC17 erreicht man über die Buslinie 22 Richtung Altchemnitz – Ausstieg Bruno Salzer Straße. Folgt man der Altchemnitzer noch um die nächste kleine Kurve in Richtung Sanitätsstelle, soll einem laut Hörensagen ein kleines Schild den Weg in einen dunklen Hinterhof und weiter folgend zu einer unscheinbaren Tür weisen. Unser Redakteur hat allerdings erst ein paar Runden drehen müssen, bis der richtige Hinterhof gefunden wurde. Betritt man nun die Location, geht es erst ein paar Treppen hinauf, vorbei an den Toiletten, bis am Ende der „Einlass“ kommt. Der erste Raum den man dann betritt ist ein kleiner Flur von dem der eigentliche Konzertraum (ungefähr doppelt so groß wie der kleine Flur) und eine riesige Halle (ungefähr 20 mal so groß wie der kleine Flur) abgehen. Die Halle ist eine Mischung aus Backstage für die Bands, aber auch Rumhäng-Area für die Gäste, wobei auf jegliche Einrichtung, abgesehen von willkürlich verteilten Sitzgelegenheiten, verzichtet wird. Das eigentliche Hauptgeschehen findet ja im Konzertraum statt. Der bietet nur dann Platz für 30 Leute, wenn diese, einem Fischschwarm gleich, jede Bewegung synchron ausführen. Aber das ist ja bekanntlich die angenehmste Art zu Tanzen.
Abschließend zum Ambiente ein paar treffende Adjektive, die durchweg positiv zu werten sind: klein, intim, unfertig, DIY, freundschaftlich, roh, kollegial, konzeptlos schön.

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Re:marx of the year!

Ende! Finito! Basta! Fin! Das wars! Doch zur Überraschung aller meinen wir hiermit etwa nicht den unheilsamen Untergang der großen weiten Welt, sondern das plötzliche Ende des Jahres [2012], das mit großen, unaufhaltsamen Schritten naht – Endzeitstimmung! So werden selbst wir, die grausamen Basher von re:marx, in Anbetracht des jähen Endes ungewohnt sentimental und schwelgen in wehmütigen Erinnerungen an ein buntes Jahr in der schönsten grauen Stadt der Welt, weshalb wir diesem [Jahr 2012] just hier an dieser Stelle einen würdigen Rückblick widmen wollen. Natürlich in Listen-Form, aber ohne Publikumsbeteiligung, schließlich halten wir nichts von dieser Demokratie und werden  allein mit unserem subjektiven Qualitäts-Urteil diese Stadt zu einem viel viel besseren Ort machen.

burning down the (opera) house.

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Interview mit Super700

Wenn Kritiker- und Publikumslieblinge unsere Stadt aufsuchen, sollten diese wenn möglich bereits beim Passieren des Chemnitzer Ortseingangsschildes abgefangen werden, um sie dann mit knallharten Fragen zu durchlöchern. Gesagt, getan: Die Berliner Indie-Pop-Gruppierung Super700 war im Rahmen der Tour zu ihrem aktuellen dritten Album „Under The No Sky“ zu Gast im Atomino, und wir von re:marx ließen uns natürlich nicht lumpen, wie aus einer Limette alles aus ihnen herauszuquetschen.
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Re:view – The Look of MS Beat.

Endlich gibt es die Apokalypse auch zum Anschauen. Ein opulentes Spektakel in zwei Akten. Und natürlich in HD – schärfer als die Realität oder so. Egal – mit re:marx sieht man eh besser. Also colour your life, because we love to entertain you.

Re:portage – The Sound Of MS Beat.

Das war nun also dieser Weltuntergang von dem jetzt immer alle reden. Mit Pauken und Trompeten verabschiedete sich Mutti Erde vergangenes Wochenenede am Staussee Oberrabenstein mit einer fetten Party von ihren Fans. Unzählige Jünger pilgerten friedlich und feierwütig zum Ort des Geschehens, um noch einmal ein zweitägiges apokalyptisches Abendmahl zu zelebrieren, ein letztes Abenteuer voller Tanz, Musik, Kunst und Krempel, kurz: ein wundervolles Wunderland namens MS Beat. 

re:marx war dabei. Stolz können wir nun von uns behaupten: we survived the Weltuntergang. Doch verarbeiten wir die Erlebnisse auf dem diesjährigen MS Beat Festival nicht mit ödem Text, sondern in opulentem Bild und wildem Klang. Letzterer macht nun den Auftakt. In Kooperation mit re:marx und dem MS Beat Festival war unser rasender Reporter Tag und Nacht (vor allem da!) für uns unterwegs um apokalyptische Impressionen eines imposanten Spektakels zu sammeln. Ein Stimmungsbild zum Nachhören. Hier und jetzt. Viel Spaß.

Lights & Music: ein Konzertabend mit den Me Succeeds im Lokomov.

Auf die Form kommt es an. Und die ist im besten Falle rund. Das Runde: ein weicher Kontrast zum rauen, kantigen Industrie-“Chic“ der Stadt. Die Rede ist von Lampen: Beleuchtungs-Konstruktionen im sozialistischem Design bringen hier (Chemnitz) vielerorts sehr oft sehr viel Licht ins Dunkel-Grau.
Wer einst gern unter den leuchtenden Monden des Pracht-Brühls wandelte, findet nun vielleicht Trost irgendwo zwischen Sonnenberg, Lutherviertel und Gablenz. Denn in der Augustusburger Straße, Nr. 102, gibt es ziemlich schöne, ziemlich ostalgische Lampen in einer Indoor-Variante zu bestaunen.


Lokomov nennt sich der „Klubraum“: ein lichtdurchfluteter Raum im überaus charmanten urban-retro Style, wie man im fernen Hipsterhausen (Berlin) vielleicht sagen würde.

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LUISE POP: Wie’n Chemnitz.

Chemnitz ist keine kitschige Stadt. Kein Wien. Kein Flieder, keine Kaffeehäuser.  Nur ein paar Plaste-Schwäne auf dem Schlossteich. Chemnitz hat andere Qualitäten – die erkennt man aber meist erst auf den zweiten Blick. Und dennoch: Chemnitz und Wien haben bisschen was gemeinsam. Nix los, Nichts geht, Nicht’s gibt’s, alle jammern und wollen nach Berlin. Aber irgendwo entsteht irgenwie trotzdem ein kleines Netzwerk von Leuten, die bleiben und machen, sodass endlich auch mal was los ist und viel geht, weniger gejammert wird und die Abwanderungsraten sinken. (Auch wenn dieses Netzwerk in Wien vielleicht etwas ausgeprägter sein dürfte, als das in Chemnitz.. Parallelen sind erkennbar!)

Sagen zumindest Luise Pop – und die müssen es ja wissen.
Was Wien noch so besonders macht, welche Mission die Band hat und welche Platten sie schwer beeinflussten hört ihr hier im exklusivsten Vorab-Interview aller Zeiten.

Wie sich das alles aber Live anhört und in Farbe ausschaut, und welche Vergleiche Luise Pop wirklich zwischen Wien und Chemnitz ziehen, das erfahrt ihr nur heute Abend im Konzert…

Ab 21 Uhr im Weltecho und als kultureller Frühjahrs-Putz sozusagen alternativlos!

Mehr Infos: HIER!

The re:marx Diaries Part III: Hipster-Report C (14. & 15.10.2011)

Von wegen in Chemnitz ist nichts los! Am vergangenen Wochenende erstickte die Stadt förmlich im unerschöpflichen Kultur-und Partyangebot. re:marx entschied sich für eine ausgiebige Konzert-Runde, schaffte vier Bands in knapp 24 Stunden und ward somit Teil eines wunderbaren Oktoberwochenendes. Sensation!

Freitag, 19:30; B-DORF
Die Luft riecht nach Herbst. Klar, kalt und ein wenig modrig. Das Tageslicht wird rar. Und dennoch: euphorischer Fußmarsch durch den finsteren Park, Destination Schauspielhaus. Eine Rolle Plakate klappert verdächtig in meiner ultra-hippen Totebag, die das Logo einer Band schmückt, die eh kein Schwein kennt. Und überhaupt: die Eisenbahnbrücke auf der Zschopauer Straße sieht doch auch fast aus wie das Ostkreuz!

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re:marx talking to: Talking To Turtles.

Endlich gibt’s frisches Tierfutter aus dem legendären Backstage-Bereich der BETA-BAR.
re:marx traf die Band am Tag ihres Konzertes, das am 28.09.11 in Chemnitz stattfand, um mit ihnen über die Zweisamkeiten des Lebens zu plaudern. Das Ergebnis gibt es nun in aller bester Smartphonefilmqualität zum Nachschauen.