Dating Chemnitz

Vorwort
In Chemnitz treffen Dorfbekanntheit und Stadtherumgevögel so hart aufeinander, dass es zum Ekeln ist. Re:marx hat sich für euch mittels aufopferungsvoller Vice-artiger Selbsterhebung in der hiesigen Fickszene umgeschaut und erklärt euch, wie ihr alles richtig macht.

Motivation
Es gibt viele Gründe, sich intim mit anderen Menschen einzulassen. In Chemnitz ist der wichtigste Grund der ermäßigte oder freie Eintritt bei Veranstaltungen mit Zugang zum Backstage. Bis zu 80% der Gäste halten sich in Chemnitz durchschnittlich in diesem auf, die Tanzfläche bleibt meist leer. Ein anderer Grund ist die Erhaltung der Chemnitzer Art, die dafür sorgt, dass die Veranstaltungen in der Familie bleiben und alles so bleibt wie ist. Falls keiner der beiden Gründe auf dich zutrifft, suchst du wahrscheinlich nur jemanden, der dich für Instagram fotografiert, natürlich ungestellt. Oder du möchtest deine chemnitztypische Unsicherheit wegvögeln.

re:marx Dating-Tip: Mit den richtigen PartnerInnen schaffst du es in Chemnitz bis ganz nach oben!

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Das Wort zum Sonntag: An einem Sonntag in Chemnitz

Sonntag. SONNTAG – sieben Buchstaben, sieben Zeichen, sieben Tage in der Woche,  die mit dem Sonntag jedes mal ein jähes Ende findet. Der Letzte macht das Licht aus und der Letzte ist in diesem Fall immer der Sonntag. An dieser Stelle wollen wir über den letzten Tag der Woche philosophieren, der nicht umsonst polarisiert wie kein anderer. Schließlich kam der Allerheiligste an genau diesem Tag zur Ruh‘, gibt es Suppe im Lokomov und das letzte Spiel der ersten Fußballbundesliga findet um 17.30 Uhr statt. Und trotzdem: In einer Rangliste aller Wochen(end)tage ist der Sonntag stets derjenige, der wahlweise auf dem letzten oder dem ersten Platz landet. Verhält es sich doch so: An guten Sonntagen gibt es Rouladen mit Rotkohl und Klößen und im ZDF klatschen grenzdebile Graukappen zum stumpfen Schlagertakt des Fernsehgartens. An guten Sonntagen trifft man sich mit Freunden zum Frühstück und abends schaut man gemeinsam Tatort, obwohl man Tatort hasst und eigentlich nur über Til Schweiger twittern will. Die Sonne scheint und im besten Fall ist Sommer und man kauft sich in Winters Eisgarten ein Schoko-Vanille-Softeis, das später in den Haaren klebt.

soft1An guten Sommersonntagen wird im Hinterhof gegrillt. An guten Sonntagen gewinnt der Lieblingsverein das schwere Auswärtsspiel.
Doch nicht jeder Sonntag ein guter Tag. Im Gegenteil. Laut einer persönlichen und deshalb absolut stichfesten Statistik von Re:marx (März 2015) sind gute Sonntage so selten wie journalistisch angemessene Berichterstattung über Flugzeugabstürze. Es gibt Leute, die meinen, der Montag sei das wahre Enfant Terrible unter den Wochentagen, was vermutlich mit der Arbeit zu tun hat, die sie ausüben. Sonntage sind für sie Glückstage (keine Arbeit, Zeit für sich oder einander), Naherholungs-Paradiese, Liebesinseln oder weiß der Teufel was. Aber der Teufel weiß hier vermutlich nichts genaueres, denn der Sonntag gehört Gott allein. Also Satan Ibrahimovic. Also doch dem Teufel. Herr je – Mindfuck as usual. Dabei dürfte doch mittlerweile jedem klar sein, dass an Montagen das Wetter grundsätzlich besser und der Sonntag in Wirklichkeit genau so ein fieses Charakterschwein wie der Montag ist. Und überhaupt: Schlechte Sonntage sind statistisch ähnlich wahrscheinlich wie alberne Alliterationen bei Re:marx.

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Frühlingsgefühle? Finde jetzt sexy Dates aus deiner Umgebung.

Lustvoller Literat sucht sensible Zuhörer für gemeinsame Lesestunden an den schönsten Orten der Stadt. Chiffre: 01.-29.04/Leselust – Die Chemnitzer Literaturtage

Als altes, hölzernes Urgestein sehne ich mich, im Geiste noch ganz frisch, nun seit Jahren schon nach einer jungen, lebenslustigen, weltoffenen Begleitung, die mir ein Leben jenseits der Melancholie zeigen, aber auch mal einen zweisamen Blues schieben kann. Melde dich! Dein FolkoRock. Chiffre.: 03.04./ Two Wooden Stones/Weltecho

Du wurdest tausend Mal belogen!? Nun irrst du atemlos durch die Nacht und vom Himmel fällt ein Stern, der deinen Namen trägt. Aber Liebeskummer lohnt sich nicht und Wunder gibt es immer wieder. Denn: Ich hab geträumt von dir. Du bist geboren, um Liebe zu geben. Wahnsinn! Chiffre: 04.04./Schlagoberst/Lokomov

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Sin und Sinderella – Die große re:marx Fotolovestory.

Ach ja, da war ja noch was. Während wir um das Sachsenfernsehen trauerten, nur knapp der Evakuierung entgingen, unseren Wohltätigkeitssinn entdeckten (das könnt ihr übrigens auch – einmal hier für Rabenstein und einmal dort für das Flussufer) und zur neuen re:marx Leser-Challenge aufriefen, haben wir ganz vergessen, die letzte große re:marx Party-Aktion gebührend auszuwerten, was zum Teil aber auch daran lag, dass wir eigens dafür erstmal einen Photoshop-Könner-Kurs belegen mussten, um endlich Photoshop-Level 1000 zu erreichen, schließlich wollen wir ja nur das Beste für euch, für uns, für Chemnitz.

Vielleicht erinnert sich jemand noch dunkel an die große, überaus erfolgreiche re:marx Leseraktion, die im Herbst 2012 begann und scheinbar nie endete und die LeserInnen (ab heute wird gegendert) dazu aufmunterte, eine Alternative zum ewigen Chemnitzer Party-Einerlei zu entwerfen. Dem Sieger-Konzept gelang es durch den sexy Slogan  „Glatze&Bauchfrei erwünscht“ sowie diversen konzeptuellen Anstößigkeiten, die Massen zu mobilisieren. Sex sells. Und so stieg am 18. Mai die sündige Sause, die den verlockenden Name „Sin und Sinnlichkeit“ sowie ein „sensual Healing by Smoota“ im Untertitel trug und sich irgendwo zwischen romantischer Jane Austen-Referenz und wilder Massage-Orgie bewegte. Naja, vielleicht nicht ganz.

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re:make your own party. Die Konzepte, Teil Fünf.

Motto:
Warmes Wasser und zarte Luft.

  • halbbekleidete Menschen (maximal 60 Leute)
  • Glatze & Bauchfrei erwünscht
  • Musik: Smoota-Sounds, Prince und auch ein bisschen Soul
  • alte Softpornostreifen auf Leinwand
  • Getränke: Martini & Absinth
  • luftige Garderobe (Nude-Töne, Transparenz, Weiß, Netz und Wunderkerzen)
  • Raum: Tücher, Discokugel, Luftballons (viele), Lollipops
  • Farbgebung: hellblau bis zartrosa
  • Tiermasken erwünscht (wahlweise auch venedische Karnevalsmasken)
  • Specials: Kerzenlicht und Massagesalon

re:make your own party. Die Konzepte, Teil Vier.

Konzept für die ultimative remarx Party des Jahrtausends

Musik:
Mainact: Cuki aus Leipzig, das spannende Projekt, des Leipziger Djs und Newcomer Produzenten DJ Gimmix, welcher damit neue Wege beschreitet. Er würde ein circa einstündiges Live Set spielen, was sich zwischen Tanzbarkeit und entspanntem Musik-Genuss bewegt.
Hörprobe.
Rahmen Djs:
Elly Gold aus Mittweida, welche dort Mitglied im Uniradio ist und jede Woche eine zweistündige Sendung hält. Früher hat sie in Dresden regelmäßig bei Indie Partys aufgelegt. Ihr Sound bewegt sich somit an der Schnittstelle von Indie und Electronica.
Hörprobe.
Zorro aus Chemnitz, der in letzter Zeit mit sehr eigenen Produktionen sein Talent bewiesen hat. Seine DJ Sets sind sowieso gut. (plus: Er zieht Leute!)
Hörprobe.

Da es keine Mottoparty wird, fallen spezielle Raumgestaltung und Spezialgetränke im Prinzip weg, wobei man bei der Beleuchtung darauf achten sollte, dass es nicht zu hell ist und der Focus auf den Künstlern liegt. Eine ebenerdige Bühne wäre weiterhin auch interessant, da man als Gast dem Act somit direkt auf die Finger schauen kann.
Dementsprechend ist der Feier-Stil eher entspannt und gemeinschaftlich, wobei natürlich auch das Tanzen nicht zu kurz kommen wird.
Getränke müssen keine speziellen angemischt werden, aber ich denke dass niemand etwas gegen einen guten alten Goldi-Cola für 3 Euro einzuwenden hat.

Zur Vermarktung könnte man die Djs fragen, ob sie ein exklusives Mixtape aufnehmen, welches am Abend dann unter den Gästen auf einem entsprechenden Datenträger (CD, Kassette, Diskette,…) verteilt wird. Somit bleibt die Erinnerung an diesen schönen Abend bestehen, bei dem es vorrangig um die Musik und um das gemeinsame Erleben ebendieser gehen soll.

re:make your own party. Die Konzepte, Teil Drei.

Thema: Collegerock- / Highschoolparty

Klangtechnische Rahmenunterhaltung:

  • Musikalischer Stil: College-Rock a la Sum 41, Blink-182, The Offspring, Zebrahead
  • Band: …thanks and get ready
  • DJ: Falko Rock (oder irgendeiner, der sich mit sowas auskennt)

Raumgestaltung:

  • Glasvitrinen mit Pokalen
  • Farbe Rot im Vordergrund
  • Dancefloor vs. Sofas (Ein-Familien-Häuser-Style)

Getränke:

Feier-Stil:

  • Ausgelassen unter Freunden
  • Konzert als Höhepunkt

Specials:

  • Swimming Pool (unrealistisch)
  • Beer Pong
  • Dresscode? (nicht allzu sehr als Zwang verkaufen)

Vermarktung:

re:make your own party. Die Konzepte, Teil Zwei.

Partyidee

re:make your own party: Die Konzepte, Teil Eins.

Große Themen-Woche bei re:marx. Anstelle der gewohnten täglichen kritischen Chemnitz-Berichterstattung sind wir wider allen Witterbedingungen in richtiger Springbreak-Laune und präsentieren euch ab heute täglich eines der von euch eingereichten Konzepte zum Thema re:make your own party.

Abstimmen könnt ihr ab Ende der Woche – bis Ende des Monats und zwar via Facebook.
Die Party-Idee, die euch (und uns) am besten gefällt, hat Chancen auf eine Realisierung im Lokomov.

Zum Auftakt schmeißen wir nun erstmal unsere Zeitmaschine an … aber lest selbst:

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Lights & Music: ein Konzertabend mit den Me Succeeds im Lokomov.

Auf die Form kommt es an. Und die ist im besten Falle rund. Das Runde: ein weicher Kontrast zum rauen, kantigen Industrie-“Chic“ der Stadt. Die Rede ist von Lampen: Beleuchtungs-Konstruktionen im sozialistischem Design bringen hier (Chemnitz) vielerorts sehr oft sehr viel Licht ins Dunkel-Grau.
Wer einst gern unter den leuchtenden Monden des Pracht-Brühls wandelte, findet nun vielleicht Trost irgendwo zwischen Sonnenberg, Lutherviertel und Gablenz. Denn in der Augustusburger Straße, Nr. 102, gibt es ziemlich schöne, ziemlich ostalgische Lampen in einer Indoor-Variante zu bestaunen.


Lokomov nennt sich der „Klubraum“: ein lichtdurchfluteter Raum im überaus charmanten urban-retro Style, wie man im fernen Hipsterhausen (Berlin) vielleicht sagen würde.

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