Monika Kitzler: Eine Frau – Ein Mythos!

Nach einem entbehrungsreichen Jahr voller Recherchen und kräftezehrender Netzwerkarbeit ist es uns endlich gelungen, Moni K., auch bekannt als Monika Kitzler, Labelchefin des gleichnamigen Chemnitzer Textilimperiums, ausfindig zu machen. Nun treffen wir sie endlich zum exklusiven Interview. Auf dem Gelände einer ehemaligen Schlachterei werden wir mittels knapper Telefonanweisung zu einer spärlich beleuchteten Halle im hintersten Bereich des Komplexes gelotst. Nie zuvor hat man Außenstehenden derart intime Einblicke in den Kosmos der aufstrebenden Mode-Ikone gewährt. Die Aufregung ist groß, auch bei uns. Noch größer allerdings ist die anfängliche Enttäuschung, denn Monika schickt ihre Mitarbeiter, zwei freundliche, harmlose Hipster mit beeindruckendem Bartwuchs (Mitarbeiter ist hier zwar die offizielle Bezeichnung, jedoch spekuliert die Szene schon länger darüber, welche Funktion die gutaussehenden Jünglinge in Wirklichkeit innehaben), die uns charmant, aber bestimmt, darum bitten, sämtliche Telefone, Kameras etc. abzulegen. Nur Stift und Papier sind zugelassen. Einer von ihnen führt uns dann endlich in Monikas Büro, einem dunklen Raum, der gleichermaßen Mafia-Hauptzentrale und Backstage-Bereich von Mariah Carey sein könnte. Verraucht, verrucht, schummriges Licht, weiße Orchideen. Der Toyboy schaut nervös auf die Uhr. Zehn Minuten, sagt er, mehr nicht.

Eindrücke aus dem Atelier von Moni.  Alle Fotos wurden bereitgestellt von Monika Kitzler.

Eindrücke aus dem Atelier von Moni.
Alle Fotos wurden bereitgestellt von Monika Kitzler.

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