K|G_unstraum – Chemnitz braucht uns.

„Diese Stadt braucht keinen Alltag! Diese Stadt braucht uns!“

Das Theaterprojekt K|G_unstraum erforscht den öffentlichen Raum: Vier anderthalbtägige Workshops erkunden, beobachten und erschließen den Chemnitzer Stadtraum. Daraus resultieren konkrete Ideen und künstlerische Strategien, die anschließend anhand kleiner „ästhetisch-performativer“ Aktionen in der Öffentlichkeit skizziert werden.
Im Fokus steht dabei stets die Stadt und das, was sie zu einer solchen macht. Der Bruch mit Alltagsroutinen und die Provokation von kleinen Irritationen können die Wahrnehmung der Stadt dabei auch verändern. Schließlich gibt es nie nur eine Perspektive auf Chemnitz.

Wir haben für euch exklusives Videomaterial vom ersten Workshop, der bereits Ende Oktober stattfand, in den Tiefen des Internets aufgespürt und möchten euch dieses nicht vorenthalten. Ein Miteinander auf der Achse des Bösen – der Allee zwischen Rewe und Aldi, die Brücke zwischen zwei Tempeln des Konsums. Und wie reagiert der gemeine Chemnitzer auf das Miteinander? Mit mürrischer Ignoranz, versteckter Neugier und zurückhaltender Hilfsbereitschaft. Aber seht selbst:

Der zweite Teil der K|G_unstraum-Workshops findet dieses Wochenende im Haus Arthur statt. Dieses Mal wird der Hauptbahnhof das zentrale Thema sein. Falls ihr auch ein Teil des Ganzen werden wollt und überhaupt noch viel mehr wissen wollt, findet ihr HIER weitere wichtige Informationen.

K|G_unstraum 1 26.10.2012 from K|G_unstraum on Vimeo.

re:marx in der Zwischenzeit – Ist das Kunst oder kann das weg?

August. Es ist wiedermal soweit: das Sommerloch schlägt wild mit gähnender Leere um sich. Wobei „wild“ natürlich das vollkommen falsche Wort ist – denn eigentlich passiert nichts. Nichts ist wiederum auch nicht richtig, denn irgendwas ist immer, sogar in Chemnitz (Stadtfest, Treibsand, diverse Open-Air-Offerte) und irgendwie waren da ja auch noch die Begehungen. Das Festival für junge Kunst ist mittlerweile nicht nur eine wichtige Institution im Kunst-und Dunstkreis der Chemnitzer Szene (die soll`s ja auch geben) sondern bietet damit gleichermaßen auch eine kulturelle Bastion im ewigen Sommerloch.

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Unten am Fluss: Fünf Jahre Weltecho.

Fünf Jahre Weltecho.
Fünf Jahre fidele Feierei und hin und wieder auch mal ein bisschen Kultur.
Denn schließlich ist das Weltecho ja nicht nur ein feuchtfröhlicher Party-Tempel: Konzerte, Kino, Kunst. Theater, Techno, Teenies. Hier unten am Fluss gibt es alles, was das Chemnitzer-Szene Herz ab und an mal begehren mag.

Die Szene-Herzen von re:marx jedenfalls schlugen dem Jubiläum, das am Samstag in einer dicken Party, die alles bot, was man vom Weltecho hätte erwarten können, gipfelte, dankbar entgegen.
(Nur wer diesem wirren Schachtelsatz noch folgen kann, ist ein echter re:marx-Leser!)
Wir nutzen den freudigen Anlass für eine kleine Sammlung persönlicher und wahnsinnig emotionaler Rückblicke. Was verbindet der individuelle Re:marxler mit dem Weltecho? Es folgen vier knallharte Erfahrungsberichte, die so bunt sind wie das Weltecho selbst und die ganz fragmentarisch sowie total subjektiv ein kleines Stück Chemnitzer Kulturgeschichte nachzeichnen.

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die re:marx Mixtapes: Auf Reisen

Eine Bitte-Komm-Zurück Compilation oder das Schlussmach-Mixtape sind so 1995. Deswegen darf der folgende digitale Bandsalat als Inspiration, Wegbegleiter und Ipod-Wiedergabeliste verstanden und missbraucht werden. Die mutwillige und gewagte Zusammenstellung von Pop und Chanson bedarf ein bisschen Einfühlungsvermögen jedoch wünschen wir mit diesem post-modernistischen Meisterwerk viel Spaß und vielleicht ist ja der ein oder andere besungene Ort bald euer nächstes Reiseziel.

die re:marx-Mixtapes: Chemnitz


Nach unserem letzten Metathema „Farben“ geht es nun um „Orte“. Wohl jeder Mensch hat einen, zu dem er sich hingezogen fühlt. Der ihn in irgendeiner Art und Weise (ge)prägt (hat). Oder an dem er sich schlicht und einfach wohl fühlt. Ob das nun eine Stadt wie Berlin, oder ein Örtchen wie eben das stille ist – auch wir von re:marx nehmen uns da nicht raus. Den Anfang machen wir mit unser aller Hassliebe: Chemnitz. Ob nun schon einmal hier gespielt, textliche Parallelen oder lediglich hier lieben gelernt – irgendeine Verbindung steckt in jeder der folgenden Songs, die sich allesamt zu einem bunten Potpourri der guten Laune verbunden haben.

Wurstpeter – re:marx-mixtape chemnitz by re:marx

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Auf ein (alkoholfreies???) Bier mit: Marco Stahn.

Konzert-Veranstalter, DJ und BETA-Boss stellt sich im knallharten Verhör den investgativen Fragen von re:marx

Seit wann bist du hier?
In Chemnitz bin ich seit 2004, bin hergekommen um zu studieren. Das habe ich dann tatsächlich auch gemacht und beendet.

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abgefakt: Cube Club

Das war:
ein großer bunter Würfel für alles mögliche, guten & schlechten Geschmack, vor allem aber exzessive Partys

Das ist:
ein großes klaffendes Bagger–Loch über dem bedrohlich die latente Abrissbirne schwingt, fast schon symbolisch für die üblen seelischen Wunden, die die Club-Kultur in Chemnitz so gerne mit sich herumschleppt

Das könnte sein:
Anders – das wird bald sein: das Chemnitzer Modell, das nicht etwa für eine besonders intensive Kulturförderung steht, sondern für eine ganz verrückte infrastrukturelle Veränderung mit Straßenbahn und Hauptbahnhof und so.

Das wird hier wohl nichts mehr:
das Chemnitzer Modell, das für eine besonders intensive Club-Kulturförderung steht reanimiert die alten Party-Geister

Darum muss man hier gewesen sein:
Weil man gar nicht weiß, wie lange der Würfel überhaupt noch steht und hier zwischen Baggern und Bauschildern noch einmal stumme Tränen in Andenken an die schönen wilden Nächte vergießen und Abschied nehmen kann.