Re:marx of the year!

Ende! Finito! Basta! Fin! Das wars! Doch zur Überraschung aller meinen wir hiermit etwa nicht den unheilsamen Untergang der großen weiten Welt, sondern das plötzliche Ende des Jahres [2012], das mit großen, unaufhaltsamen Schritten naht – Endzeitstimmung! So werden selbst wir, die grausamen Basher von re:marx, in Anbetracht des jähen Endes ungewohnt sentimental und schwelgen in wehmütigen Erinnerungen an ein buntes Jahr in der schönsten grauen Stadt der Welt, weshalb wir diesem [Jahr 2012] just hier an dieser Stelle einen würdigen Rückblick widmen wollen. Natürlich in Listen-Form, aber ohne Publikumsbeteiligung, schließlich halten wir nichts von dieser Demokratie und werden  allein mit unserem subjektiven Qualitäts-Urteil diese Stadt zu einem viel viel besseren Ort machen.

burning down the (opera) house.

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Re:make Your Own Party. Das ultimative re:marx-Leser Party-DIY.

Nichts los, komische Leute, blöde Musik, schlechter Sound, total langweilig, naja – besoffen ging’s, och nö, nicht schon wieder DJ Sven Schnaps, iiieh Dubstep, nee – die Band kenn ich nicht, was – so teuer? – ach da geh ich lieber ins Flowerpower, hey im Brauclub ist heute Eintritt frei, geil – fünf Liter Freibier!

Ehrlich gesagt: der Chemnitzer Party-Gänger ist ein mysteriöser Gast mit undurchschaubaren Ambitionen. Keiner weiß, wann er kommt. Keiner weiß, wer kommt. Keiner weiß, ob er kommt. Keiner weiß, was der Chemnitzer eigentlich wirklich will.

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Kampf der Titanen: TWO MANY DJs am 10.10.2012

Es ist wieder soweit: Mittwoch wird gebattlet. Der Kampf der Chemnitzer DJ-Titanen geht in die nächste Runde. Im Weltecho stehen sich dieses Mal Arno und Marko Stani gegenüber – zwei absolute Schwergewichte der Chemnitzer Clublandschaft. Im DJ-Clàsico von Chemnitz buhlen sie morgen Abend nicht nur um eure Gunst – nein, es geht um die Gunst einer ganzen Stadt und um die Frage aller Fragen: kann die Meisterschaft schon im Herbst entschieden werden?

Für re:marx ein Grund, beide Kontrahenten hinsichtlich ihrer beeindruckenden Karriere einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und eine erste Siegprognose abzugeben.

fröhliche Gesten beim MS BEAT Festival: doch Insider wissen – hinter der glücklichen Fassade steckt ein knallharter Konkurrenzkampf

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re:marx Clubcheck IV: Club FX.

Ein bisschen Kult, ein bisschen Kotze: Der Club FX, oder umgangssprachlich –  der Fuchsbau.  re:marx wagte nun einen kollektiven Party-Abend im legendärsten aller Chemnitzer Clubs. Natürlich nicht ohne Spaß, dabei aber stets mit absolout investigativ-journalistischer Mission folgt nun hier an dieser Stelle der re:marx Clubcheck, Teil vier.

Ambiente:
Wie es sich für einen echten Fuchsbau gehört, vermittelt der Club FX, von Insidern auch „Fux“ genannt, die schummrig-düstere Atmosphäre einer Höhle (siehe auch Licht). Neben zwei Floors und einem größeren Bar-Areal besteht der mit reichlich Sitzgelegenheiten ausgestattete Bau hauptsächlich aus gemütlichen Nischen und Winkeln, in denen das Höhlenambiente vor allem durch die Abwesenheit von Licht am besten zur Geltung kommt (siehe auch Abschleppchancen). Im rechten Flügel des Baus wurden Decken und Wände mit alten Bravos tapeziert – ein Relikt aus der DDR-Vergangenheit des wahrscheinlich ältesten Studentenclubs der Stadt. (Nein, Bravos gab es damals nicht – aber Westpakete)
Abgesehen vom kuschligen Keller-Charme kann das Ambiente im zwischen Bahnhof und Straße der Nationen eigentlich optimal gelegenen Club allerdings stark schwanken. In Abhängigkeit der anwesenden Gäste bzw. davon, wie gut gefüllt der Club ist, also eigentlich in Abhängigkeit davon, ob gerade Schulferien sind (voll), oder Semesterferien (leer), kann es schon öfter mal passieren, dass die Räumlichkeiten stark durch Erbrochenes und andere Arten von Dreck, mindestens aber klebrige Alkoholreste verschmutzt sind. Deshalb gilt: Hemd und Herrenschuhe oder Highheels und Hurendress sind hier im Gegensatz zum Brauclub eigentlich vollkommen überflüssig.

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abgefakt: Holi Open Air Chemnitz || Alter Spinnereimaschinenbau

Ehrlich gesagt: Die Invasion der Holi Open Airs in Deutschland finden wir fragwürdig. Sehr fragwürdig. Das Gelände des ehemaligen Spinnereimaschinenbaus als Veranstaltungsort mit Potenzial finden wir hingegen reichlich spannend. Beides in Kombination: zumindest interessant und bestimmt totally abgefakt.

Das war:
Ein uraltes Frühlingsfest im Norden Indiens. Eine spirituelle Farborgie mit erotischem Charakter (Vgl. Wiki Pedia, 2012). Menschen, frei von jeder Kaste, bewerfen sich mit bunt gefärbtem Wasser und ebensolchem Pulver, in Indien auch Glual genannt. Damals alles natürlich noch voll öko und so. Jetzt bestimmt so schädlich wie Bubble Tea.

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Re:view – The Look of MS Beat.

Endlich gibt es die Apokalypse auch zum Anschauen. Ein opulentes Spektakel in zwei Akten. Und natürlich in HD – schärfer als die Realität oder so. Egal – mit re:marx sieht man eh besser. Also colour your life, because we love to entertain you.

re:marx Clubcheck part III: BRAUCLUB

Erster Clubcheck: Stairways. Kurz danach: Schließung. Zweiter Clubcheck: Atomino. Kurz danach: Verlagerungen größerer Veranstaltungen ins Exil oder AJZ.
Nun also der Brauclub. Wir wollen uns natürlich keinesfalls als Unheilstifter vermarkten. Und dass dem Brauclub ein ähnliches Schicksal blüht, ist eher unwahrscheinlich, wurde der Veranstalter André Donath vom meist-diskutierten Blatt des Landes höchstpersönlich zum Chemnitzer Partymacher número uno gekührt. Der Clubcheck beschränkt sich dabei auf die wöchentlichen Parties am Mittwoch und Freitag. Let’s test:
Brauclub Logo
Ambiente:
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Unten am Fluss: Fünf Jahre Weltecho.

Fünf Jahre Weltecho.
Fünf Jahre fidele Feierei und hin und wieder auch mal ein bisschen Kultur.
Denn schließlich ist das Weltecho ja nicht nur ein feuchtfröhlicher Party-Tempel: Konzerte, Kino, Kunst. Theater, Techno, Teenies. Hier unten am Fluss gibt es alles, was das Chemnitzer-Szene Herz ab und an mal begehren mag.

Die Szene-Herzen von re:marx jedenfalls schlugen dem Jubiläum, das am Samstag in einer dicken Party, die alles bot, was man vom Weltecho hätte erwarten können, gipfelte, dankbar entgegen.
(Nur wer diesem wirren Schachtelsatz noch folgen kann, ist ein echter re:marx-Leser!)
Wir nutzen den freudigen Anlass für eine kleine Sammlung persönlicher und wahnsinnig emotionaler Rückblicke. Was verbindet der individuelle Re:marxler mit dem Weltecho? Es folgen vier knallharte Erfahrungsberichte, die so bunt sind wie das Weltecho selbst und die ganz fragmentarisch sowie total subjektiv ein kleines Stück Chemnitzer Kulturgeschichte nachzeichnen.

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re:marx Clubcheck part II: ATOMINO

So schnell kann es gehen… Das Stairways ist (vorerst) wieder geschlossen. Eine Entwicklung die zeigt, dass wir mit den Einschätzungen in unserem ersten Clubcheck gar nicht mal so falsch lagen. Auch wenn es schade für die mutigen Macher am Terminal 3 ist: irgendwie war das abzusehen. Im zweiten Teil unserer Reihe beleuchten wir nun den Club der Stadt, der dank seiner Haus- und Hofkapelle auch über die Stadtgrenzen hinaus viel Aufmerksamkeit und Fame erhalten konnte und das ganze Gegenteil zur großräumigen Lichterflut des Stairways ist.

Vor kurzem dazu gezwungen sich ein neues Zuhause zu suchen, fand das Atomino seine neue Heimat am legendären Brühl. Wie viele Träume waren hier schon geplatzt? Wie viele Pläne gescheitert? Das Viertel zwischen Georgstraße und Müllerstraße scheint verhext zu sein. Verlassen ist es nach wie vor.

Das Atomino beweist mit seinem Umzug viel Mut, denn es reiht sich ein in die Liste der optimistischen Projekte, die mit ihrem Anfangen eine Belebung des gesamten Boulevards lostreten wollten. Bis jetzt sind alle diese Versuche gescheitert. Doch das muss beim Atomino deswegen nicht zwangsläufig auch der Fall sein, denn zum einen zeichnen sich durch die geplante „Erschließung“ des Brühls als Campus Viertel verbesserte Bedingungen ab. Und zum anderen ist das Atomino einer der bekanntesten Clubs der Stadt mit einem festen Stammpublikum. Wie gut der Club auf den neuen Abschnitt in der atomaren Clubgeschichte vorbereitet ist, soll wie schon im ersten Teil anhand unserer bewerten Kriterien ergründet werden:

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LUISE POP: Wie’n Chemnitz.

Chemnitz ist keine kitschige Stadt. Kein Wien. Kein Flieder, keine Kaffeehäuser.  Nur ein paar Plaste-Schwäne auf dem Schlossteich. Chemnitz hat andere Qualitäten – die erkennt man aber meist erst auf den zweiten Blick. Und dennoch: Chemnitz und Wien haben bisschen was gemeinsam. Nix los, Nichts geht, Nicht’s gibt’s, alle jammern und wollen nach Berlin. Aber irgendwo entsteht irgenwie trotzdem ein kleines Netzwerk von Leuten, die bleiben und machen, sodass endlich auch mal was los ist und viel geht, weniger gejammert wird und die Abwanderungsraten sinken. (Auch wenn dieses Netzwerk in Wien vielleicht etwas ausgeprägter sein dürfte, als das in Chemnitz.. Parallelen sind erkennbar!)

Sagen zumindest Luise Pop – und die müssen es ja wissen.
Was Wien noch so besonders macht, welche Mission die Band hat und welche Platten sie schwer beeinflussten hört ihr hier im exklusivsten Vorab-Interview aller Zeiten.

Wie sich das alles aber Live anhört und in Farbe ausschaut, und welche Vergleiche Luise Pop wirklich zwischen Wien und Chemnitz ziehen, das erfahrt ihr nur heute Abend im Konzert…

Ab 21 Uhr im Weltecho und als kultureller Frühjahrs-Putz sozusagen alternativlos!

Mehr Infos: HIER!