Mythos Schlossteich: Unterwegs im Venedig des Ostens.

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Gemeinhin gilt Chemnitz ja als hässlich. Einzig echte Chemnitz-Conaisseure – wie etwa die Redakteure vom Qualitätsmedium Buzzfeed – wissen, wo die ewige graue Stadt heimlich so richtig hübsch ist: In der Senke zwischen Schloss- und Kaßberg, ganz in der Nähe … Weiterlesen

15,95 Gründe dafür, warum Bilder aus Chemnitz Bilder aus Chemnitz sind.

Als Chemnitzer hyperventilierst du jedes Mal, wenn irgendwo irgendjemand, der kein selbstironisch-arroganter Re:marx-Blogger ist, irgendetwas geiles über deine Stadt schreibt.

1. Die Qualität journalistischer Texte ist dir scheißegal           IMG_6338 Aber OMG, wie gut ist bitte dieses Foto vom Brühl, aufgenommen 1983!

2. Weil die Aufmerksamkeitsspanne einer toten Fruchtfliege größer ist als deine
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Für ein Foto von der Chemnitzer Schlossteich-Promenade reicht sie gerade so.

3. Selbst für ein Katzenvideo bist du als User schon zu dumm.
beer_linAber den Artikel „23 Beweise dafür, dass Bier besoffen macht“ hast du dir dreimal reingezogen.

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Agenda „Chemnitz 2000“ – Rico Ranunkel kandidiert als Ordnungsbürgermeister

Am zehnten Juni 2015 wählt der Chemnitzer Stadtradt einen neuen Bürgermeister für das Dezernat 3: Recht, Sicherheit und Umweltschutz. Ihm unterliegen das Rechtsamt, zentrale Verwaltungsdienste und die Beschaffungsstelle, das Ordnungsamt, Bürgeramt, Umweltamt, Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt, sowie der Tierpark. Kurzum: Es geht um den Ordnungsbürgermeister. Die siebenjährige Amtszeit vom aktuellen Amtsinhaber, Popstar und Karnevalsikone Miko Runkel, neigt sich also dem Ende zu – oder geht einfach in die nächste Runde. Das Schicksal von Zucht und Ordnung der Stadt liegt in den Händen ihrer Räte. Zwar wurde Runkel seitens halbverwahrloster Linksradikaler immer wieder eine repressive Politik vorgeworfen, dabei wollte er ursprünglich nur ein paar Regeln gegen Menschen im öffentlichen Raum einführen – zum Wohle aller BürgerInnen der Stadt Chemnitz. Und tatsächlich. Was wäre die Stadt heute ohne das Alkohol- und Glasflaschenverbot oder das Untersagen von „aggressiven Betteln“? Wie viel schöner könnte es hier noch sein, wenn sich das Fahrradfahrverbot für die Innenstadt wirklich durchgestetzt hätte? Auch das Skateboard und BMX-Fahrverbot an „baulichen Anlagen entgegen ihrer Bestimmung“ und die Einführung einer Siesta in Chemnitz waren herrausragende Ideen, die Chemnitz zu einer noch sichereren Festung gemacht hätten, als sie es heute ist. Ohne Frage: Runkel hat ganze Arbeit geleistet. Und trotzdem denken wir: Da geht noch mehr.
Deshalb stellt Re:marx, mit zwei Sitzen selbst im Stadtrat vertreten, einen eigenen Kandidat für die Wahl des Ordnungsbürgermeisters 2015: Rico Ranunkel.

künstler
– sieht so der neue Ordnungsbürgermeister aus? –
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Das Wort zum Sonntag: An einem Sonntag in Chemnitz

Sonntag. SONNTAG – sieben Buchstaben, sieben Zeichen, sieben Tage in der Woche,  die mit dem Sonntag jedes mal ein jähes Ende findet. Der Letzte macht das Licht aus und der Letzte ist in diesem Fall immer der Sonntag. An dieser Stelle wollen wir über den letzten Tag der Woche philosophieren, der nicht umsonst polarisiert wie kein anderer. Schließlich kam der Allerheiligste an genau diesem Tag zur Ruh‘, gibt es Suppe im Lokomov und das letzte Spiel der ersten Fußballbundesliga findet um 17.30 Uhr statt. Und trotzdem: In einer Rangliste aller Wochen(end)tage ist der Sonntag stets derjenige, der wahlweise auf dem letzten oder dem ersten Platz landet. Verhält es sich doch so: An guten Sonntagen gibt es Rouladen mit Rotkohl und Klößen und im ZDF klatschen grenzdebile Graukappen zum stumpfen Schlagertakt des Fernsehgartens. An guten Sonntagen trifft man sich mit Freunden zum Frühstück und abends schaut man gemeinsam Tatort, obwohl man Tatort hasst und eigentlich nur über Til Schweiger twittern will. Die Sonne scheint und im besten Fall ist Sommer und man kauft sich in Winters Eisgarten ein Schoko-Vanille-Softeis, das später in den Haaren klebt.

soft1An guten Sommersonntagen wird im Hinterhof gegrillt. An guten Sonntagen gewinnt der Lieblingsverein das schwere Auswärtsspiel.
Doch nicht jeder Sonntag ein guter Tag. Im Gegenteil. Laut einer persönlichen und deshalb absolut stichfesten Statistik von Re:marx (März 2015) sind gute Sonntage so selten wie journalistisch angemessene Berichterstattung über Flugzeugabstürze. Es gibt Leute, die meinen, der Montag sei das wahre Enfant Terrible unter den Wochentagen, was vermutlich mit der Arbeit zu tun hat, die sie ausüben. Sonntage sind für sie Glückstage (keine Arbeit, Zeit für sich oder einander), Naherholungs-Paradiese, Liebesinseln oder weiß der Teufel was. Aber der Teufel weiß hier vermutlich nichts genaueres, denn der Sonntag gehört Gott allein. Also Satan Ibrahimovic. Also doch dem Teufel. Herr je – Mindfuck as usual. Dabei dürfte doch mittlerweile jedem klar sein, dass an Montagen das Wetter grundsätzlich besser und der Sonntag in Wirklichkeit genau so ein fieses Charakterschwein wie der Montag ist. Und überhaupt: Schlechte Sonntage sind statistisch ähnlich wahrscheinlich wie alberne Alliterationen bei Re:marx.

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Abgefakt: Konzert- Pavillon auf der Schlossteichinsel

Das Schloss Chemnitz ist nicht etwa ein besonders schöner grauer Betonblock, nein, das Schloss Chemnitz ist ein richtiges schönes altes Schloss, dessen Peripherie kleine Fachwerkhäuser, geballte Gastronomie und ein gewisser Teich ausmachen. Nirgendwo ist Chemnitz romantischer und niedlicher als hier! Ebenjener Schlossteich gilt wahrscheinlich deshalb vor allem an Sonntagen als Spaziergangsmekka des Chemnitzer Fuß- und Radfolkes. So findet man auf dessen Insel ein breites Publikum von Kind bis Punk, Penner bis Hund, Student bis Hobbyfotograf. Hin und wieder ist die Insel so menschenüberlaufen, dass man befürchtet, man werde sogleich in den Fluten des Schlossteiches versinken. Aber ein Anker der Ruhe ist dem populären Stadtidyll geblieben… Der Konzertpavillon.

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