die re:marx Mixtapes: Auf Reisen

Eine Bitte-Komm-Zurück Compilation oder das Schlussmach-Mixtape sind so 1995. Deswegen darf der folgende digitale Bandsalat als Inspiration, Wegbegleiter und Ipod-Wiedergabeliste verstanden und missbraucht werden. Die mutwillige und gewagte Zusammenstellung von Pop und Chanson bedarf ein bisschen Einfühlungsvermögen jedoch wünschen wir mit diesem post-modernistischen Meisterwerk viel Spaß und vielleicht ist ja der ein oder andere besungene Ort bald euer nächstes Reiseziel.

Blood, Sweat, Tears: Future Islands. Am 20.07.11 in der BETA-BAR.

Es gibt die schlechten Tage. Die, an denen man meint, aufgrund des unfassbar mangelhaften (pop)kulturellen Interesses, das die Stadt, oder viel mehr deren juvenile Bevölkerung, an den Tag zu legen scheint, verzweifeln zu müssen. Dann schreibt man, zumeist jedoch nur in Gedanken, lange lange Briefe. An die Stadt, die Leute, das eigene bemitleidenswerte, triste Dasein in Kombination mit ebenjenen. Muss man aber nicht. Denn es gibt auch die guten Tage. Dann erscheint das eigene Dasein in Kombination mit der unsäglichen Stadt und den komischen Leuten weder bemitleidenswert noch trist, und überhaupt: die Stadt ist schön und die Leute sind super! Dann malt man ganz entzückt pubertäre kleine Herzen in den Hefter oder auf das eigene Facebook-Profil.

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re:gen -Der Fluch des Erzgebirges Teil 2. MS Bilderflut (24.06.11)

Gegen so fiese finstere Regenwolken, wie sie sich an den vergangen zwei Tagen (nein, eigentlich waren es mehr als zwei. Gefühlt sind es schon mindestens 1000 Schlechtwettertage) heimtückisch am Chemnitzer  Festival-Himmel herumtrieben, kommt leider keiner an, auch nicht die omnipotenten partikulären Super-Kräfte des ALL gegenwärtigen Kosmos. (Einzig eine Behörde für Wetteränderungen könnte hier Abhilfe schaffen. Aber eine solche existiert in Chemnitz und regionaler Peripherie wohl leider noch nicht.) Leibhaftig konnte man die sture Abstinenz der Wärme und die dafür umso penetrantere Überpräsenz von Nässe feat. Kälte, oder auch kurz: den Fluch des Erzgebirges, also mal wieder beim diesjährigen MS Beat spüren. Aber egal:  richtig mieses Wetter gehört zu einem guten Festival wie der geile Vergleich, der mir an dieser Stelle mal wieder nicht einfällt. Weiß ja eigentlich jeder. Alle diejenigen also, die sich von den drei zarten Regentropfen haben abschrecken lassen, werden büßen, reuen und zum Mars geschickt. Da unsere produktiven Zellen allerdings im FestivALL verstrahlt wurden, die Anziehungskraft der Erde auch nach Eintritt in die Hemisphäre noch auf sich warten lässt (beziehungsweise ohnehin und allgemein nur sehr selten zu spüren ist in unseren Kreisen! – andere Sphären sind doch eh viel schöner) und der wirren Worte genug getippt wurden, lassen wir lieber die Eindrücke sprechen, die wir für euch auf dem MS BEAT gesammelt haben.

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Party Review: 1 Jahr Treibsand – Naturbad Niederwiesa am 12.06.

Pfingstsonntag um 11 Uhr, ein Zeitpunkt an dem normale Menschen entweder ihren Rausch ausschlafen oder ein staatstragendes Pfingstfrühstück im Kreise ihrer Familie absolvieren müssen. Kaum einer würde jetzt daran denken mit einem Bus an einen Teich zu fahren und dort ausgelassen Party zu machen. Kaum einer…?

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Chill-Waves schwappen über die Chemnitz. Blume und Brühl-Fest am 28.und 29.05.11

Sommerzeit heißt Hippie-Sein. Heißt auf bunten Decken im grünen Gras liegen, den Pollenflug bestaunen, Eis essen, Wurfgegenstände durch die Gegend schmeißen, auf dehnbaren Gummibändern spazieren gehen oder ganz infantil bunte Seifenblasen in die laue Luft pusten.  Sommerzeit heißt Draußen-Sein. Und draußen sein ist ohne gute Musik und nette Menschen eben einfach nur halb so schön – deshalb gab es am Wochenende gleich zwei Mail die Gelegenheit das vielleicht noch etwas kreidige Antlitz den wärmenden Sonnenstrahlen auszusetzen und dabei einen äußert coolen Eindruck zu machen:

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Abgefakt: Konzert- Pavillon auf der Schlossteichinsel

Das Schloss Chemnitz ist nicht etwa ein besonders schöner grauer Betonblock, nein, das Schloss Chemnitz ist ein richtiges schönes altes Schloss, dessen Peripherie kleine Fachwerkhäuser, geballte Gastronomie und ein gewisser Teich ausmachen. Nirgendwo ist Chemnitz romantischer und niedlicher als hier! Ebenjener Schlossteich gilt wahrscheinlich deshalb vor allem an Sonntagen als Spaziergangsmekka des Chemnitzer Fuß- und Radfolkes. So findet man auf dessen Insel ein breites Publikum von Kind bis Punk, Penner bis Hund, Student bis Hobbyfotograf. Hin und wieder ist die Insel so menschenüberlaufen, dass man befürchtet, man werde sogleich in den Fluten des Schlossteiches versinken. Aber ein Anker der Ruhe ist dem populären Stadtidyll geblieben… Der Konzertpavillon.

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