Live-Ticker zum Nachlesen: Die #runkelspielchen im Rückblick

Eine Stadtratsitzung ist spannender als jedes WM-Endspiel mit Verlängerung und Elfmeterschießen und drei Platzverweisen, nur weiß das kaum einer, weil die meisten glauben, Lokalpolitik gehe sie in etwa so viel an wie – sagen wir mal – die Frisur von Marc Andrè ter Stegen. Dabei ist Lokalpolitik in Wirklichkeit aber mindestens so wichtig wie der Fuß von Manuel Neuer und das Ego von Sandro Wagner. Es ist die Art von Politik, die uns am unmittelbarsten betrifft. Deshalb wollten wir mit unserer ersten Statdratsitzungs-Fanmeile im Atomino die Chemnitzer mehr für die Kommunalpolitik sensibilisieren. Also offiziell. In Wirklichkeit ging es nur darum, unseren bisher eher kümmerlichen Twitter-Fame mit einem exklusiven Liveticker zu potenzieren. Bei der gestrigen Stadtratsitzung sollte es um alles gehen: Um eine neue Polizeiverordnung mit Musikverbot, um Überwachungskameras, die Linie 51 und die MRB nach Leipzig. Doch dann ist Frau Ludwig vor re:marx eingeknickt, Herr Runkel wurde krank und die Abstimmung über die Polizeiverordnung verschoben und irgendwann hat auch noch der Stream versagt. Am Ende wurde es trotzdem ein leidenschaftliches Spektakel der Kommunalpolitik mit einer generationsübergreifenden medialen Strahlkraft, das große Fragen der Chemnitzheit aufwarf, die uns noch länger nachhaltig beschäftigen werden. Zum Beispiel: Ist Photoshop-Phillipp für die großartigen Grafiken zuständig? Wer ist die geheimnisvoll verhüllte Frau neben der Oberbürgermeisterin? Sendet die Stadt absichtlich Störsignale, um unsere Liveübertragung zu torpedieren? Wird unsere Liveübertragung im Stadtrat auch live übertragen? Ist Martin Kohlmann überhaupt anwesend? Welche Faschingsfehde feiert Runkel heute? Trendet re:marx schon auf Twitter? Und wer hat jetzt eigentlich gewonnen?
Der #runkelspielchen-Liveticker, von katastrophalen Handy-Tippfehlern bereinigt, für euch zum Nachlesen.

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