Kartoffelsuppe nur für Deutsche: Der re:marx Wahlslogan-Generator

Der sächsische Spätsommer ist da, und mit ihm sind die letzten schönen Tage ins Land gezogen, denn am ersten September sind Landtagswahlen. Bei den Kommunal- und Europawahlen waren wir noch alle ganz aufgeregt und haben uns extra für den Wahlsonntag in CFC-Schale geschmissen, doch jetzt ist Schluss mit Friede, Freude, Eierschecke, jetzt greifen harte Verdrängungsmechanismen, jetzt wird uns allein beim Gedanke an den nächsten Sonntag schlecht, jetzt hyperventilieren wir schon mal prophylaktisch in unsere Phrasen-Tüte. Und orakeln die Landtagswahl als eine Zäsur herbei, als End of the World as we know it, als „Jetzt-zieh-ich-wirklich-weg-aus-Sachsen“-Stichtag, als Saxokalypse quasi. Als Tag vor dem Tag der immergleichen verzweifelten „Was ist nur mit dem Osten los?“-Analysen, die gefühlt zu nichts führen und „den Osten“ nur noch mehr ins Abseits analysieren. Das alles könnte man wunderbar verdrängen, würden nicht überall schon wieder diese größtenteils furchtbaren Wahlplakate hängen – und uns mit ihren schwammebrühigen Politplattitüden belästigen und Tag für Tag aufs Neue an den nahenden Day After Tomorrow erinnern. Deshalb wird es Zeit für den großen re:marx-Wahlslogan-Generator. Die floskeligsten Floskeln, die größten Hetz-Hits des Sommers und die schlimmsten Sachsenklischees für euch im Shuffle-Modus – damit die sächsische Landtagswahl dieses Jahr wenigstens doch noch ein bisschen Spaß macht.

Der Osten. (Symbolbild)