Kommentare zu: Clubcheck: Institut für Zukunft https://remarx.eu/2017/11/clubcheck-institut-fuer-zukunft/ Party. Pöbeln. Poesie. Sat, 14 Nov 2020 16:19:44 +0000 hourly 1 Von: Raver https://remarx.eu/2017/11/clubcheck-institut-fuer-zukunft/#comment-34483 Tue, 29 Jan 2019 22:03:02 +0000 http://remarx.eu/?p=7645#comment-34483 Meine Herren müssen die Clubs in Chemnitz gut gewesen sein 😀

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Von: Christian https://remarx.eu/2017/11/clubcheck-institut-fuer-zukunft/#comment-30196 Tue, 31 Jul 2018 11:16:56 +0000 http://remarx.eu/?p=7645#comment-30196 klar – ein ganz stinknormaler schuppen. aber die musik ist schon oft schön. der excess schon oft krass und die wundervolle crew schon irgendwie besonders geil.
ob es sich nun lohnt aus chemnitz hinzufahren vermag ich nicht zu beurteilen. aber für chemnitzer würde es sich doch auf jeden fall mal lohnen selbst etwas geiles auf die beine zu stellen. hm?

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Von: Klobert aus Connewitz https://remarx.eu/2017/11/clubcheck-institut-fuer-zukunft/#comment-20116 Fri, 08 Dec 2017 07:27:03 +0000 http://remarx.eu/?p=7645#comment-20116 Es war für mich das erste Mal an diesem, von vielen Apologeten der Szene beworbenen, ja teils mit fast schon unannehmbarem Lob überhäuften, und daher als Kultstätte eingestuften Ort. Die Erwartungen, etwas Besonderes zu erleben, waren spürbar stärker in ihrer Ausprägung als bei anderen Feierlichkeiten dieser Art. Immerhin trägt dieser Winkel der Stadt einen Namen, der mich hoffen ließ: „Institut für ‪‎Zukunft‬“.

Ich vermutete eine Zukunftswerkstatt, einen Ort für erlebbares Zukunftsmanagement. Ich wollte zu rhythmusorientierter 4/4-Takt-Tanzmusik auf dem Zeitpfeil tanzen – ich hoffte auf Utopie-Workshops, um mir dadurch ein solides Gegenwartskonzept zu errichten.

Luftschloss ~ Bereits an den Pforten dieser Lokalität erblickte ich milizartig uniformiertes Personal, welches mit merklich ernster Miene und anscheinend wahllos – einigen der nach einer besseren Zukunft strebenden Pilgern, den Zutritt verwehrte.

Nachdem meine Physiognomie, Körpersprache und mein Gewand den Gesinnungstest bestanden hatte, durfte ich den heiligen Ort betreten und begab mich sodann zur Ausschankstube.
Ich bestellte mir eine Maurerbrause und anschließend begann meine Exkursion durch die vom Institutsleiter als „Trakte“ ausgeschriebenen Räumlichkeiten.

Ich fing an zu zweifeln – nirgends erblickte ich meine erträumte Lernumgebung, ein Kompetenzteam für Daseinsvorsorge, oder ein Seminar über Zeitsoziologie.

Ein stinknormaler Schuppen.

Mein Gegenwartsbewusstsein erstarrte – als ob ein giftgetränkter Splitter mein drittes Auge durchbohrt hätte. Völlig kristallumnachtet und desillusioniert, begann ich im Tanzsaal stehend meine Situation zu reflektieren. Ich erkannte die ganze Tragweite dieses endzeitlichen Schauspiels.

Ich empfand die mich umgebenden Individuen als einen homogenen Schwarm; als eine aus einer dystopischen Gesellschaft entsprungene Schicksalsgemeinschaft. Die Kluft zwischen sogenannten Wendeopfern aus dem Muldentalkreis und Philosophiestudenten aus Tübingen war nicht ausmachbar: Man trug klassenübergreifend priesterhaftes Schwarz.

Gemeinsam verdrängen.

Als Kultdiener und Identifikationsfigur fungierte ein DJ – er versorgte den anfangs nur phlegmatisch abzappelnden Menschenbrei mit Dramaturgie und spartanischen Rhythmuswiederholungen. Das Gehege füllte sich, immer mehr Moralkevins und Jungpioniere wollten teilhaben am Getänzel – welches sich jedoch auf einfachste, aber hektisch ausgeführte Gehbewegungen beschränkte.

Während martialisch-industrielle Klanglandschaften den Mob auf den Takt der Weltgleichschaltung synchronisierten, beobachte ich einen Uniformierten vom Institut, wie er mit kontrollierendem Blick alle Involvierten auf sexorientierte Gebärden und faschistische Ästhetik überprüfte. Dem Kapo wird es zudem sicher schwer gefallen sein, zwischen all den Hipster-Pyramiden und Szene-Codes, völkische Symbole ausfindig zu machen. Das fand ich gut, denn auch in emanzipatorisch geprägten Gefilden, wo Political Correctness zur Zwangsdoktrin gehört, ist man nicht automatisch vor nordafrikanischen Antänzern und „Querfrontlern“ geschützt.

(…)

Als das Zeitkontingent fast aufgebraucht war, herrschte im Tanzgehege diversitätsarmer Männerüberschuss. Die durch zukunftssichernde Negativauslese Übriggeblieben, schrien förmlich nach einer vom Institutsleiter verordneten, gendergerechten Frauenquote. Ich erblickte leere, welke Gesichter, welche auf die letzten weiblichen Gäst_Innen gafften. Für sie gab es zumindest an diesem Abend keine befreiende und zukunftsweisende Weichenstellung bzgl. ihrer Lebensperspektive.

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Von: Ja https://remarx.eu/2017/11/clubcheck-institut-fuer-zukunft/#comment-19571 Fri, 24 Nov 2017 11:53:47 +0000 http://remarx.eu/?p=7645#comment-19571 Ihr habt es schon nicht leicht

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