The re:marx Diaries Vol. IV – I am so artsy. 17./18.12.2011

Fuck Art Let’s Dance. Oder Fuck Dance, Let’s Art? Ein artsy-Party Wochenende in Wort und Bild.

Sa. 17.12.

14:00, Chemnitz – Mitte
Chemnitz, kurz vor Weihnachten. Das humane Fassungsvermögen der Stadt und die Finanzlage der Welt kurz vorm Kollaps. Konsumieren geht aber immer. Glühwein auch. Bin eigentlich voll gegen Mainstream und so. Gehe aber trotzdem auf den Weihnachtsmarkt und esse experimentellen Crêpe mit Roter Grütze. Geht natürlich daneben. Egal, hauptsache die Coverband auf der Bühne ist geil.

15:15, Mitte
Streifzug durch die Billig-Läden dieser armen Welt. Bin auch voll gegen Kinderarbeit und so. Muss aber Lametta finden. Ist ja schließlich bald Weihnachten.

17:00, Weltecho
Erholung von den Massen. Muss irgendwas mit Kunst machen. Ist einfach cooler. Sitze da und versuche konzentriert einzelne Lametta-Fäden zu einem großen Ganzen zu verwandeln. Fühle mich wie Näherin in Asien.

19:00, Annenstraße
Der längste Dürüm ever! Aber eigentlich bin ich voll öko und so.

22:00 – 4:00 Weltecho.
Im Konflikt mit dem unzähligen Ausgehangebot der Stadt aus unerklärlichen Gründen von einer Veranstaltung besonders angesprochen wurden. Fuck Art, Let’s Dance. Radio UNiCC und Freunde feiern Weihnachten. Super! Alles was das artsy-Herz begehrt vereint in einer Party: Kunst, Dance, Fuck und Weihnachten. Scheinen sich andere auch zu denken. Full House. Es gibt Glühwein, Lametta, koksartigen Kunstschnee, eine junge Band a la Beat! Beat! Beat! aka Foals und drei Star- DJ-Urgesteine der Chemnitzer Party-Szene (Marco Stahn/Pandaro/Arno). Fabelhaft.

Sonntag, 18.12.2011

12:00 – 18:00, Bernsdorf
Rekonvaleszenz.

18:30, Chemnitz- Mitte
Verdammt. Bin schon wieder auf dem Weihnachtsmarkt. Aber nur, um zu essen. Menschenmenge hat sich nochmal mindestens verdoppelt. Schlangen an jeder einzelnen Bude. Flucht!

19:00, Chemnitzer Messe
Endlich wieder cool sein. Hallenkunst is calling. Best of Street Art. Teilweise bizarr, teilweise schön, teilweise sensationell, teilweise erschließt sich mir der Sinn nicht. Tue aber kunstinteressiert und studiere mit kritischem Blick die Preislisten. Fühle mich verloren in den Weiten der Messehalle. Finde auch die Kunst kaum. Denke wehmütig an die Markthalle zurück. Posiere dennoch mit wichtigtuerisch meiner Kamera.

21:00, Facebook
Goodbye real life!

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