Zwischen Druckschluss und Trugschluss: Die Chemnitzer Presselandschaft. Ein abgefakt in eigener Sache.

Die Veranstaltung, über die hier geschrieben werden soll, fand im Druckhaus des Chemnitzer Verlages statt, kuratiert von Kreatives Chemnitz, das in verschiedenen öffentlichen Diskussionen einen Blick auf die städtischen Kreativ-Szenen wirft und in diesem Rahmen unter anderem schon die hiesige Film- und Designwirtschaft beleuchtete. Die Podiumsdiskussion über den Chemnitzer Pressemarkt bot für uns den perfekten Anlass selbigen endlich mal skeptisch zu beäugen.

Geladen:
waren Vertreter der Freie Presse (u.a. Geschäftsführer Ulrich Lingnau), des Sachsenfernsehens, Stadtstreichers und ein freier Fotograf. Moderiert wurde das Ganze von Lars Neuenfeld, dem Chefredakteur des 371.

Re:marx: wurde komischerweise nicht eingeladen, weshalb wir es uns zum Ziel machten, diese Podiums-Party – verkleidet als profesionelle Presse-Mitarbeiter – durch extremes Hyper-Lokal-Guerilla-Blogging aus dem Hinterhalt zu sabotieren.

Wer ebenfalls fehlte:
Dass Frau Baburske, eine absolute Koryphäe der Chemnitzer Medienlandschaft, eine Frau, die schon in Chemnitz Fernsehen machte, als die Braun`sche Röhre noch gar nicht erfunden war, nicht auf dem Podium anwesend war, ist schlichtweg ein Skandal. Für ein bisschen mehr Brisanz hätten sicher auch Gäste von BILD und Morgenpost gesorgt. Wobei die Morgenpost vermutlich zu beschäftigt damit ist, üble Fremdwörter wie präsentieren vom Leser fernzuhalten und die BILD in letzter Zeit derart starke Konkurrenz durch re:marx bekommen hat, dass beide auch einfach gar nicht mehr relevant sind.

Wie oft re:marx erwähnt wurde: Einmal.

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Seltener Anblick: eine echte Zeitung in freier Wildbahn.

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