re:marx leaks – Die besten re:marx Artikel, die nie veröffentlicht wurden.

Dass Privatsphäre an sich ziemlich überbewertet und spießig ist, dürfte dem aufgeklärten Internet-USer nicht erst seit Edward Snowden bekannt sein. In Zeiten flächengreifender digitaler FKK-Bereiche wirkt das Bedürfnis nach Datenschutz wie eine archaische Wertvorstellung aus der Biedermeier-Epoche. Webcam abkleben ist soo 2010 – der neue Trend heißt totale Transparenz! Wir jedenfalls haben unsere Passwörter und Bankverbindungen längst in der iCloud gespeichert und der NSA sicherheitshalber schon mal im Voraus unsere Telefon-Nummern zukommen lassen. Enthüllungen sind schließlich hip – und weil wir bekanntermaßen absolute Trendhuren sind, enthüllen wir uns nun endlich selbst…

… Wer nun an atemberaubende Nacktfotos oder gar ein professionelles Impressum denkt, wird wohl bitter enttäuscht sein. Uns geht es um die einmalige Offenbarung aller jemals für re:marx geplanten Artikel, Ideen, Vorhaben und Bashing-Attentate, die jedoch aus  Gründen nie realisiert werden konnten. Mit schonungsloser Offenherzigkeit legen wir unseren treuen Lesern als Dank für ihre unerschütterliche Loyalität hiermit sämtliche Gespinste unserer vermutlich bereits vom berühmtberüchtigten Chemnitzer Industrie-Smog verseuchten Hirnwindungen vor. Copyright und geistiges Eigentum sind uns dabei natürlich auch total Bock-, Brat-, und Currywurst. Deshalb hier nun die Liste der besten re:marx-Artikel (im weiteren Sinne), die niemals auf re:marx erschienen sind.

1. re:marx geht wandern im Vogtland.
Geplante Hotspots: Göltzschtalbrücke, Elstertal sowie eine anschließende Einkehr im Landhotel Alt-Jocketa.

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2. re:marx räumt die Beta-Bar aus

bb

3. die re:marx Redakteure stellen sich vor
Anhand eines Steckbrief-Puzzles (was auch immer das ist) wollten wir uns im Rausch eines antizipierten, aber nie eingetretenen Blogger-Fames kurzzeitig der breiten Öffentlichkeit (vor-)stellen. Die wesentlichen positiven Charaktereigenschaften der aktiven re:marxler hatten wir damals jedenfalls schon in Schlagwort-Form (neusprachlich auch: Tags) notiert. Sie lauten:

Jeffer | ich liebe meinen Goldi | kann unter Alkoholeinfluss nicht mehr reden | Wurst | Knoblauch | 5,0 | bunt und reinlich | Minimal-Scheiße | Brühl-Assi | The Bachelor | nordisch | Alkohol-Intoleranz | Insulin | Hipster 2.0 | Hipster 3.0 | verfressen | Liebe zu Chemnitz

4. Der große re:marx Podcast
Tag der Erst-Ausstrahlung: 01. Februar 2012
Themen:
Rap-Unzel: Chemnitzer Autoren rappen ihre Texte?
Gastritis : Szenekundiger der Stadt als Studiogast
Nischelkidz: Gespräche mit den Heranwachsenden, die gerade am Karl-Marx-Monument anzutreffen sind
Träsh: Berichterstattung im Stil vom Sachsenfernsehen – z.B. Tankstellenpreise , Schlaglochreport, Kleintierausstellungen
Poesie: Songtexte (z.B. von Scooter) ins Deutsche übersetzt

5. auf kein Bier mit:
all die Biere, die leider nie getrunken wurden mit:

  • Falko Rock
  • Uwe Bier
  • Ingo
  • Gabi
  • Oliver Ketchup-Bäuchling
  • auf keinen zuckerfreien Capuccino mit Ingrid Mössinger
  • Random Hipster (wahllos wehrloser Hipster in/vor Mensa)

6. MS BEAT:
2012 war die re:marx-Bashing-Wall mit Abstand das Highlight des Festivals – selten gab es ein besseres Ventil für all die Emotionen, die sich im Laufe der Zeit über der Stadt zusammengebraut haben. Doch in Wirklichkeit war die Idee aus der allerletzten Not herausgeboren. Ursprünglich war folgendes geplant:

  • re:marx verkauft hauseigene Merchandise-Produkte (Klopapier, Eis, Regen-Capes)
  • Trailer, der einen Godzilla-Maske tragenden re:marx-Redakteur am Stausee Oberrabenstein zeigt
  • bzw.: mit Godzilla-Maske Pfeffi-Shots a.k.a. Hulkohol (grün!) auf dem Festival-Gelände verkaufen
  • Eine Badewanne voll mit Hackfleisch aufstellen (Beat reimt sich schließlich gut auf Meat)
    hulkohol

7. re:marx in Gefahr:

Unsere liebste Kategorie, die bisher aber kaum umgesetzt werden konnte, weil wir alle einfach derbe Pussies sind.

  • in der Südkurve beim CFC-Heimspiel
  • ein Abend mit Florian Silbereisen
  • Nachts nach 22 Uhr Lärm in der Innenstadt machen
  • eine Nacht im SAX
  • Mitternacht auf dem Sonnenberg
  • im Heißluftballon, auf dem Brauereifest, beim Vampire-Clubbing im Südbahnhof

8. Der große re:marx Puff-Check | Burger-Check | Kino-Check | Club-Check N’Dorphin
leider alles vercheckt.

9. packende Reportagen, höchst investigativ, Gonzo-Journalismus und so:

die nie geschrieben/realisiert wurden.

  • die Entmystifizierung von Monika Kitzler
  • eine Video-Dokumentation über das Leben von DJ Arno
  • eine postfeministische Fallstudie zum Thema CineLady
  • eine Reihe über demografisch schwache Städte in Westsachsen
  • Undercover-Team beim Frühlingsfest der Volksmusik
  • Homestory – Was macht eigentlich: Marco Stahn ?
  • Flutopfer berichten: die dramatische Evakuierung eines Re:marx Mitgliedes
  • Drucker runternehmen um an Sticker zu kommen für’s nächste Treffen
  • Kamera bei Partys auf dem üppig behaarten Kopf eines unserer Mitglieder installieren
  • die letzte Seite: Klatsch und Tratsch und pixelige Photos aus der Stadt der Moderne: Welche Stadtprominenz hat gerade Cellulite, dreißig Kilo mehr, was mit Kraftklub?

10. verschollene oder nie stattgefundene Interviews mit:

  • 5Wigglz
  • Pupkulies & Rebecca
  • Mollono.Bass
  • Matthias Meyer
  • Vierkanttretlager
  • Zola Jesus

11. die legendäre re:marx-Livestream-Show:

Wöchentliche, einstündige Live-Show, bei der zwei Moderatoren maskiert auf einer Couch sitzen und über Party, Pop und Poesie philosophieren. Wie Frühstücksfernsehen, nur am Abend. Und zwar am Sonntagabend, also garantiert besser als jeder Tatort. Kultpotenzial!

12. abgekackt: Heimscheißer
Stellvertretend für alle anderen studentischen oder uns suspekten Veranstaltungen/ Institutionen/Personen/Orte, denen wir eine kritische Abhandlung widmen wollten – z.B. dem PEB, dem Stadtfest und dem Flowerpower.

13. die re:marx Straßencharts:
zufällig an der Zentralhaltestelle befragte Menschen mit MP3-Playern verraten, was sie gerade hören. Musikalischer Streetstyle sozusagen.

14. diverse Blog-Re:launches:

  • komplett neues Seitenlayout im Starlight-Style mit Techno,Titten, Trompeten und integrierten Fotogallerien von freiepresse@night
  • Chemnitz kotzt: Blog, der ausschließlich Fotos kotzender Kids vorm Fuchsbau zeigt
  • Boobs and Burgers: Eigeninteresse (größtenteils)

15. Chemnitz härtester Hooligan
Parodie in Form einer Parodie  – und zwar dieses großartigen Videos


16. Der ewige Mythos re:marx Sticker

Neben nie stattgefundenen Guerilla-Marketing-Aktionen wie der hippen re:marx-Totebag oder der nächtlichen Bebrillung des Nischels, existieren die Sticker zwar, waren bisher aber nur im Schwarzhandel als DIN A1-Format erhältlich. Es folgt ein Überblick über die bisher gescheiterten Entwürfe:

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20. der finale Bash im Oktober 2013.

wir lassen uns da schon noch was einfallen

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