Wiki-How Chemnitz: Haten, Heulen, Spalten – fünf Tipps für eine höhere Reichweite im Chemnitzer Internet

Während sich die Chemnitzer Straßen allmählich mit Leben füllen, wirkt das lokale Internet nach 18 Uhr häufig noch wie leergefegt. Doch das muss nicht sein! Auch du kannst dir im Chemnitzer Internet ganz leicht und locker mehr Likes, Follower und zweifelhaften Fame verdienen – mit unseren nützlichen Tipps hast du garantiert bald Reichweite für immer. Allgemein gilt im Internet: Erst empören, dann reflektieren, erst pauschalisieren, nie differenzieren. Wenn du das beachtest und zusätzlich auf die bewährte Chemnitzer Digitalstrategie „Haten, Heulen, Spalten“ setzt, werden deine Like-Zahlen bald explodieren. Mit unserer Anleitung für das Chemnitzer Internet herrscht hier garantiert nie wieder Langeweile und unter deinen Beiträgen nie wieder eine Like-Flaute.

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Gib mir mein Herz zurück: Ein Wochenende auf dem Kosmonaut (Chemnitz Fanfiction)

Eigentlich wollte sie einfach nur noch raus. Raus aus dieser Stadt, die sie schon so lange zu kennen, so lange zu hassen glaubte. Doch dann erhält die wicked Wutbloggerin Rema den Auftrag, auf dem Kosmonaut-Festival über eine Band zu berichten. Aus dem Bericht wird nichts, aber nichts wird nach diesem Wochenende mehr sein, wie es mal war. Denn da war er plötzlich: Dieser eine Moment, in dem sich für die superjunge Journalistin alles verändert.

Disclaimer: Das ist unsere allererste Chemnitz-Fanfiction, wir hoffen, sie gefällt euch und würden uns sehr über Feedback, Verbesserungsvorschläge und ähnliches freuen. Alle Personen dieser Geschichte sind absolut frei erfunden, außer natürlich die Stadt Chemnitz.

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Die Post der Moderne: Was im Juni in Chemnitz geschah

Im Sommer gibt es Städte, die gibt’s im Winter gar nicht. Chemnitz zum Beispiel. Chemnitz ist wie eines dieser Tiere in den Dokumentarfilmen über die kanadische Wildnis, die man als Kind immer geguckt hat: Ein wechselwarmes Wesen, eine Echsenstadt — sie hält Winterstarre, hat außer Schlafen, Arbeiten und sich Aufregen alle anderen wichtigen Stadtfunktionen heruntergefahren, der Innenstadtpuls geht gegen Null, die Sozialfrequenz ist auf ein Minimum reduziert. Und weil wir gerade einen Tierfilm schieben, legen wir noch eine kleine Timelapse ein:
Januar: Wochenlang sieht man keinerlei Menschen auf der Straße, monatelang verlässt man das Haus nicht, es ist ein bisschen wie in Sibirien, nur dass hier keine polare, sondern soziale Kälte klirrt. März: Die Stadt erwacht, der Schnee schmilzt, die Gesichter tauen auf, die soziale Kälte klirrt leiser, erstes Leben regt sich vor den Eisdielen. Juni: Überall sind jetzt Menschen, auf den Straßen, vor den Bars, in den Parks. Jeden Tag gibt es gute Veranstaltungen, statt sozialer Kälte klirrt eiskalter Aperol in den Gläsern, ein neues Trendgetränk aus Italien, das man jetzt auch in Chemnitz entdeckt hat. Man muss schon weit raus nach Adelsberg fahren, um mal unter keine Menschen zu kommen. Selbst Die Zeit berichtet über die Stadt, als wäre das Leben hier ein einziges Hippie-Festival. Fast könnte man Chemnitz jetzt uneingeschränkt cool finden – wäre da nicht die leise Angst, dass wieder irgendetwas Schlimmes, Peinliches, Chemnitziges passiert, ein lästiger Erfahrungswert vom letzten Sommer. Wäre man nicht im Urlaub in einer „richtigen“ Stadt gewesen, mit internationalen Menschen statt offenem Hass und Rassismus auf der Straße. Hätte man nicht auch im Juni schon wieder hundert mal „Ach Chemnitz“ geseufzt, wobei davon vielleicht sechzig Seufzer gut gemeint waren. Immerhin. Langsam wird’s: Die Post der Moderne für Juni. 

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